CDU-Politiker soll Imbiss-Betreiber rassistisch beleidigt haben

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CDU-Logo (Archiv) - SNA, 1920, 19.01.2021
In Berlin soll ein Bezirkspolitiker einen Imbiss-Mitarbeiter rassistisch beleidigt, bedroht und sogar angegriffen haben. Wie der „Tagesspiegel“ am Montag berichtete, handelt es sich um den CDU-Verordneten Harald Sielaff. Dieser erklärte am Ende seinen teilweisen Rücktritt.
Der Vorfall trug sich dem Bericht zufolge am Sonntagnachmittag zu. Laut Informationen des „Tagesspiegels“ soll der CDU-Mann unter anderem einen vietnamesischen Imbiss-Mitarbeiter dazu aufgefordert haben, Aufenthaltsdokumente und Betriebsunterlagen vorzuzeigen. Als dieser sich weigerte, soll der Politiker ausgerastet sein. Nach Ankunft der Polizei habe der 55-Jährige angegeben, Alkohol getrunken zu haben. Gegen ihn werde wegen Beleidigung und Sachbeschädigung ermittelt.
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Das Opfer seiner Attacke sei ein Mitarbeiter der „Asia Food & Sushi Bar“ am Mehringdamm gewesen, der den 55-Jährigen auf einem Foto erkannt habe, schreibt das Blatt weiter. Sielaff sei Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und bislang Vorsitzender des Ausschusses für Bürgerdienste und Ordnungsangelegenheiten in Tempelhof-Schöneberg.
Am Montagabend bedauerte er die Ereignisse.
„Die gestrigen unter Alkoholeinfluss stattgefundenen Ereignisse tun mir persönlich leid, und ich habe mich auch persönlich beim Imbissbetreiber für die Unannehmlichkeiten entschuldigt“, zitierte der „Tagesspiegel“ aus einer persönlichen Erklärung des Politikers.
Dieser betonte jedoch: „Ich weise mit aller Entschiedenheit die Anwendung von Gewalt und rassistischen Äußerungen meinerseits zurück.“ Weder habe er rassistische Bemerkungen gemacht noch Gewalt angewendet, sagte er nach Informationen des „Tagesspiegels“ der Fraktion, es soll nur eine verbale Auseinandersetzung gegeben haben. Sielaff kündigte aber an, die juristische „Aufarbeitung dieser Angelegenheit aktiv (zu) unterstützen“. Zudem trat er mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als Ausschussvorsitzender zurück.
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