Umsatz im deutschen Gastgewerbe bricht 2020 um 36 Prozent ein

© REUTERS / ANNEGRET HILSEEin Schaufenster im Stadtzentrum von Berlin inmitten der Coronavirus-Pandemie am 7. Januar 2021.
Ein Schaufenster im Stadtzentrum von Berlin inmitten der Coronavirus-Pandemie am 7. Januar 2021. - SNA, 1920, 18.01.2021
Die Corona-Krise hat dem deutschen Gastgewerbe 2020 das Geschäft verhagelt und einen massiven Umsatzrückgang eingebrockt. Die Erlöse der Branche sanken im Schnitt um 36 (real: 38) Prozent zum Jahr davor, wie das Statistische Bundesamt am Montag in einer ersten Schätzung mitteilte.
Grund sind demnach der Lockdown im Frühjahr und Eindämmungsmaßnahmen im Kampf gegen die Virus-Pandemie. Restaurants und Kneipen mussten teilweise ihre Betriebe schließen und durften nur noch Außer-Haus-Service anbieten, teilt die Agentur Reuters mit. Seit November gilt erneut ein Lockdown, weswegen etwa Hotels und Pensionen nur Geschäftsreisende aufnehmen dürfen. Dies drückte den Umsatz im November um rund 52 Prozent zum Oktober und um fast 68 Prozent zum Vorjahrsmonat.
Dieter Dehm - SNA, 1920, 17.01.2021
„Lockdown verheerend" - MdB Dehm (Die Linke) rechnet mit extremer Insolvenzwelle
Drei von vier Gastronomen und Hoteliers bangen einer Umfrage zufolge angesichts der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie um ihre Existenz, hieß es. 75,5 Prozent von 12.000 Betrieben gaben dies an, wie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) jüngst erklärt hatte. Der Verband hat wiederholt kritisiert, dass die versprochenen Staatshilfen zu spät oder nicht im vollen Umfang bei den Betrieben ankommen, so Reuters.

Scholz: Wollen Zugang zu Corona-Hilfen vereinfachen

Die Bundesregierung bemüht sich laut Finanzminister Olaf Scholz um einen leichteren Zugang zu den Corona-Hilfen. Sein Ressort sei im intensiven Austausch mit dem Bundeswirtschaftsministerium, um die Verfahren für die Überbrückungshilfe einfacher zu gestalten, sagt Scholz laut einem Tweet seines Ministeriums dem rbb-inforadio. Zudem sollten die Abschlagszahlungen für Corona-Hilfen erweitert werden. „Auch für Saisonware wollen wir bei der Überbrückungshilfe eine zusätzliche Regelung finden, um Unternehmen zu helfen”, ztitiert Reuters Scholz. „Weil wir mit dem öffentlichen Haushalt in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet haben, können wir auch bei einem längeren Lockdown durchhalten.”
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