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Telegram – Internetwächter fordern von Apple Verbannung des Messengers

© SNA / Kirill KalinnikowTelegram-App (Symbolbild)
Telegram-App (Symbolbild) - SNA, 1920, 18.01.2021
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Die Aktivistengruppe „Coalition for a Safer Web“ will von Apple die Verbannung des Messeging-Dienstes Telegram aus dem App-Store einklagen. Als Grund führen die Aktivisten laut Medienberichten die Kapitol-Krawalle an.
Die Nichtregierungsorganisation „Coalition for a Safer Web“ will gerichtlich durchsetzen, dass der Telegram-Messenger aus dem App-Store entfernt wird. Eine entsprechende Klage liegt einem Bezirksgericht in North Carolina bereits vor.
Darin heißt es Zeitungsberichten zufolge, Telegram verletzt die Nutzungsbedingungen des App-Stores von Apple. Der Messeging-Dienst habe sich als unfähig erwiesen, die Ausbreitung radikaler Beiträge nach den Krawallen im Kapitol zu verhindern, und habe somit zur Verbreitung rechtsextremer und neofaschistischer Äußerungen beigetragen. Telegram sei mithin schlimmer als die bei den Anhängern von Präsident Trump beliebte Parler-Plattform, behaupten die Internetwächter in ihrer Klage.
Die „Coalition for a Safer Web“ setzt sich dafür ein, dass Inhalte aus dem Internet entfernt werden, welche die Gruppe als extremistisch einstuft. Chef der Organisation ist Washingtons ehemaliger Botschafter in Marokko Marc Ginsberg.
Online-Dienst Parler (Archivbild) - SNA, 1920, 14.01.2021
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Ob die Aktivisten mit ihrer Klage gegen Apple erfolgreich sein werden, ist unklar, denn ein einschlägiges US-Gesetz von 1996 gewährt den Online-Plattformen weitgehende Freiheiten bei der Verantwortung für verbreitete Inhalte. Auch liegt die Entscheidung von Apple, den Telegram-Messenger weiterhin im App-Store anzubieten, laut Medien in der Meinungsfreiheit begründet. Derweil plant die Aktivistengruppe den Berichten zufolge eine ähnliche Klage auch gegen Google.
Wie die Zeitung „The Telegraf“ kürzlich berichtete, ist der Telegram-Messenger bei der Anzahl der Downloads der zweithäufigste Messeging-Dienst in den USA. Zum Anstieg der Nutzer kam es laut der Zeitung besonders nach dem Abschalten der Parler-Plattform und nach der Sperre der Twitter- und Facebook-Accounts von Präsident Trump.
Laut dem Telegram-Entwickler Pawel Durow ist die Zahl der aktiven Nutzer des Messeging-Dienstes in der ersten Januar-Woche auf über 500 Millionen pro Monat gestiegen. Die neuen Nutzer kommen hauptsächlich aus Asien, Lateinamerika und Europa.
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