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Suche nach Atommüll-Endlager: Kommt auch Thüringen in Frage?

© AFP 2020 / JOCHEN LUEBKEEin Behälter mit radioaktivem Wasser im Atommülllager Asse in Remlingen (Archivbild)
Ein Behälter mit radioaktivem Wasser im Atommülllager Asse in Remlingen (Archivbild) - SNA, 1920, 18.01.2021
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Die nächste wichtige Etappe bei der Standortsuche für die Endlagerung radioaktiver Abfälle in Deutschland soll am 5. Februar beginnen. Der Mitteldeutsche Rundfunk hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Standortes in Thüringen wäre, wo die geologischen Bedingungen günstig scheinen.
In weniger als drei Wochen soll eine neue Etappe bei der Suche des Standortes für die Endlagerung der von Atommüll gestartet werden: Am 5. Februar findet eine Konferenz zu den Teilgebieten statt, zu der sich auch interessierte Bürgerinnen und Bürger anmelden können.
Ende September hatte der MDR berichtet, dass die Bundesgesellschaft für Endlagerung 90 Gebiete in Deutschland identifiziert habe, die vom geologischen Standpunkt aus für die Lagerung radioaktiver Abfälle geeignet wären.
Emissionen (Symbolbild) - SNA, 1920, 14.01.2021
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Eigentlich soll der am besten geeignete Standort, in dem der Atommüll mindestens eine Millionen Jahre lang sicher verwahrt werden könnte, bis 2031 gefunden sein – dann soll eine entsprechende Entscheidung vom Bundestag und Bundesrat getroffen werden.
Vier dieser Gebiete liegen dem MDR zufolge in Thüringen, wo passende geologische Bedingungen herrschten. Vorläufig sollten alle vorgeschlagenen Regionen unter- und überirdisch untersucht werden, und Thüringen werde sich an diesem Prozess beteiligen, betonte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne):

Wir haben viele Bergbaugebiete, wir haben immer wieder geologische Bewegungen im Gestein, die sich durch Erdfälle zeigen, wir haben auch noch aktiven Bergbau. Das sind alles K.o.-Kriterien für einen künftigen Endlagerstandort“, wurde sie von dem MDR zitiert.

Allerdings werde Thüringen bei der Standortsuche keine Sonderrolle einnehmen.

Atomkraft westdeutsch geprägt: Also kein ostdeutscher Standort?

Dennoch würden einige Landtagsabgeordnete die Auffassung befürworten: Wer kein AKW betrieben habe, brauche sich auch nicht um den radioaktiven Müll zu kümmern, betont der Sender. So hätten Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) sowie die Fraktions- und Parteichefin der Linken in Thüringen, Susanne Hennig-Wellsow, bereits einen ostdeutschen Standort abgelehnt.
AKW Hamaoka in Japan (Archivbild) - SNA, 1920, 14.01.2021
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Der Auffassung widerspreche Robert Bednarsky vom Thüringer Landesvorstand des Umweltverbands BUND: Die Herangehensweise sei „kein wissenschaftliches Kriterium, sondern ein politisches“. Zudem sei der aus der Dose bezogene Strom nicht direkt an ein Kraftwerk angebunden.
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