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Lawrow erklärt Ziel der Aussagen des Westens über Nawalnys Festnahme

© SNA / Pressedienst des Außenministeriums RusslandsRusslands Außenminister Sergej Lawrow (Archivfoto)
Russlands Außenminister Sergej Lawrow (Archivfoto) - SNA, 1920, 18.01.2021
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Die Aussagen des Westens über die Festnahme des russischen Bloggers Alexej Nawalny zielen dem Chefdiplomaten zufolge darauf ab, von der Krise abzulenken, in der sich das liberale Entwicklungsmodell befindet.
Im Rahmen der Großen Pressekonferenz, die diesmal online stattfindet, äußerte sich Russlands Außenminister zur aktuellen Situation um den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny, der am Sonntag aus Deutschland nach Moskau zurückkehrte.
Die Reaktion der westlichen Länder auf Nawalnys Rückkehr nach Russland zielt laut Lawrow darauf ab, von Krisenerscheinungen im Westen abzulenken.
Alexej Nawalny mit seiner Frau Julia im Flugzeug auf dem Weg nach Moskau, 17. Januar 2021 - SNA, 1920, 17.01.2021
Nawalny kurz nach Landung in Moskau festgenommen
In Bezug auf die gestrige Nachricht über Nawalnys Rückkehr nach Russland spüre man „(…) mit welcher Freude Kommentare auftauchen, wie Kopien voneinander“.
„Mit Freude, weil es allem Anschein nach westlichen Politikern ermöglicht, zu denken, dass sie damit von der tiefsten Krise ablenken können, in der sich das liberale Entwicklungsmodell befindet.“
Der russische Außenminister betonte, man sollte nicht „nach externen Gründen für die Rechtfertigung eigener Handlungen suchen, oder, umgekehrt, um von den eigenen Problemen und Krisen abzulenken. Umgekehrt sollte man aber fair spielen und in einer fairen gleichberechtigten internationalen Zusammenarbeit nach Möglichkeiten für die Lösung der eigenen internen Probleme suchen“.
„Derzeit ist niemand dazu fähig, die eigenen Probleme alleine zu bewältigen, ohne internationale vielseitige Formate einzubeziehen.“
Der auf der Fahndungsliste stehende Nawalny war am Sonntag aus Deutschland nach Russland gereist. Nach Angaben des Föderalen Dienstes für die Umsetzung von Strafen wurde er am Flughafen festgenommen. Die weitere Strafe für Nawalny soll das Gericht bestimmen. Bis die Entscheidung feststeht, soll sich der Blogger in Gewahrsam befinden.
Das US-Außenministerium, der Präsident des EU-Rates, Charles Michel, sowie andere Politiker, unter anderem der deutsche Außenminister, Heiko Maas, forderten Nawalnys Freilassung.
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa legte den ausländischen Politikern, die sich zur Situation um Nawalny äußern, nahe, das internationale Recht zu respektieren und sich mit ihren eigenen Problemen zu befassen.

Fall Nawalny

Alexei Nawalny war am 20. August auf einem Flug von Tomsk nach Moskau zusammengebrochen. Er wurde zunächst in einem Omsker Krankenhaus behandelt und dort in ein künstliches Koma versetzt. Später wurde der 44-Jährige auf Drängen seiner Familie in die Berliner Universitätsklinik Charité verlegt. Anfang September wurde Nawalny aus dem Koma geholt und bereits am 23. September aus der Charité entlassen.
Nawalny kehrt nach Russland zurück - SNA, 1920, 17.01.2021
Rückkehr nach Russland: Nawalny steigt ins Flugzeug – Video
Die Bundesregierung sprach bereits am 2. September von einer Vergiftung Nawalnys mit einem Nervenkampfstoff der „Nowitschok“-Reihe, nachdem Untersuchungen eines Spezial-Labors der Bundeswehr die Belege dafür geliefert hätten.
Laut dem Omsker Krankenhaus wurden in Nawalnys Blut und Urin jedoch kein Gift oder Spuren davon entdeckt. Als vorläufige Diagnose wurde eine Stoffwechselstörung angegeben, die ein drastisches Absinken des Blutzuckerspiegels verursacht haben soll.
Zu den Vorwürfen, es hätte sich um einen Anschlag gehandelt, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow, dass Nawalnys Vergiftung bislang nicht belegt worden sei. Moskau warf dem Oppositionellen Größenwahn“ und „Verfolgungswahn“ vor, nachdem dieser Anschuldigungen gegen den Inlandsgeheimdienst FSB erhoben hatte.
Wegen des Falls Nawalny verhängte die Europäische Union Sanktionen gegen Russland, das Land antwortete wiederum mit Gegensanktionen.
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