Corona wirft Passagiergeschäft am Frankfurter Flughafen um Jahrzehnte zurück

© AP Photo / Michael ProbstLufthansa (Symbolbild)
Lufthansa (Symbolbild) - SNA, 1920, 18.01.2021
Im Corona-Jahr 2020 hat der Frankfurter Flughafen einen drastischen Rückgang bei den Passagierzahlen hingenommen. Das Passagieraufkommen von Deutschlands größtem Flughafen schrumpfte um 73,4 Prozent auf rund 18,8 Millionen Fluggäste und war damit so niedrig wie seit 1984 nicht mehr, wie der Flughafenbetreiber Fraport am Montag mitteilte.
Die Passagierzahlen seien mit Beginn der Covid-19-Pandemie ab Mitte März massiv zurückgegangen, heißt es in der Mitteilung. Nach einer leichten Erholung im dritten Quartal hätten ab September wieder steigende Infektionszahlen und damit einhergehende Reisebeschränkungen für einen erneuten und anhaltenden Einbruch der Passagierzahlen gesorgt.
„Das vergangene Jahr hat die gesamte Luftfahrtbranche vor extreme Herausforderungen gestellt. Das Passagieraufkommen in Frankfurt lag auf einem Niveau wie zuletzt 1984“, erklärte Fraport-Vorstandschef Stefan Schulte.
Im Cargo-Geschäft lief es den Angaben zufolge besser und es konnte annähernd das Vorjahresniveau erreicht werden. Das Fracht-Aufkommen sei mit knapp zwei Millionen Tonnen nur leicht rückläufig (minus 8,3 Prozent) gewesen.
Flugzeug der Lufthansa (Archivbild)  - SNA, 1920, 17.12.2020
Frankfurter Landebahn wird wieder als Flugzeug-Parkplatz genutzt
„Gerade während des ersten Lockdowns war der Luftverkehr von großer Bedeutung, um die Versorgung der Bevölkerung mit wichtigen medizinischen Gütern sicherzustellen“, kommentierte Schulte. In der zweiten Jahreshälfte 2021 erwartet der Flughafenbetreiber eine deutliche Belebung des Passagierverkehrs.
„Aufgrund der nun laufenden Impfprogramme sind wir optimistisch, dass die Reiserestriktionen ab dem Frühjahr sukzessive zurückgefahren werden“, sagte Fraport-Chef Schulte. Insgesamt liegt dennoch erneut ein schwieriges Jahr vor uns. Wir erwarten, dass wir in Frankfurt das Passagieraufkommen von 2020 übertreffen, aber immer noch bei nur rund 35 bis 45 Prozent des bisherigen Höchstwertes von 2019 liegen werden.“
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