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Homeoffice-Pflicht, Schulen bleiben offen: Neue Corona-Maßnahmen in der Schweiz

© REUTERS / DENIS BALIBOUSEBundeshaus in Bern am 6. Januar 2021
Bundeshaus in Bern am 6. Januar 2021 - SNA, 1920, 18.01.2021
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In der Schweiz gelten seit Montag neue Maßnahmen bezüglich der Eindämmung des Coronavirus. Dies betrifft eine Homeoffice-Pflicht, alle Geschäfte des nicht-täglichen Bedarfs, eine erweiterte Maskenpflicht und Einschränkungen beim Treffen. Grund für die markante Verschärfung der Maßnahmen – die Angst vor den Mutationen des Virus.
Seit Mitternacht gelten in der Schweiz neue Maßnahmen bezüglich der Eindämmung des Coronavirus. Die Verschärfungen wurden am 13. Januar vom Schweizer Bundesrat für das gesamte Land angeordnet. Grund für die Verschärfung sind die stetig hochbleibenden Fallzahlen, sowie die sich verbreitenden Mutationen aus Großbritannien und Südafrika.

Übersicht der neuen Maßnahmen

Der Bundesrat hat mit den neuen Verschärfungen angeordnet, dass alle Geschäfte und Läden, welche keine Artikel des täglichen Bedarfs verkaufen, ab Montag geschlossen werden. Dafür sollen die bisherigen Beschränkungen über die Öffnungszeiten der Geschäfte aufgehoben werden. Zudem verschreibt der Bund nun eine Homeoffice-Pflicht: Überall, wo es mit verhältnismäßigem Aufwand möglich ist, soll auf das Homeoffice umgestiegen werden. Außerdem gilt nun an allen Arbeitsplätzen, wo mehr als eine Person anwesend ist, eine Maskenpflicht.
Coronavirus-Ausbruch in der Schweiz (Symbolbild) - SNA, 1920, 11.01.2021
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Zudem soll der Arbeitsgeber für gefährdete Personen mit einem besonderen Schutz aufkommen. So können Arbeitnehmer einer Risikogruppe nun Homeoffice verlangen. Wenn dies nicht möglich sein sollte, steht diesen ein Recht auf einen gleichrangigen Schutz oder auf Beurlaubung zu.
Treffen im öffentlichen und im privatem Raum dürfen nur mit maximal fünf Personen stattfinden. Darin sind Kinder bereits begriffen. Außerdem sprach der Bundesrat eine Empfehlung aus, dass diese fünf Personen maximal aus zwei verschiedenen Haushalten sein sollten.

Weiterhin geltende Maßnahmen

Die neuen Maßnahmen löschen jedoch nicht die alten aus. Restaurants, Bars, Clubs, Tanzlokale, Kulturbetriebe, Sportanlagen und weitere Freizeiteinrichtungen bleiben geschlossen. Auch gelten weiterhin ein Veranstaltungsverbot und eine ausgedehnte Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr, in Geschäften und überall, wo ein Mindestabstand nicht gewahrt werden kann. Auch der Fernunterricht an den Hochschulen bleibt weiter bestehen.
Skigebiete dürfen – wenn es der jeweilige Kanton erlaubt – geöffnet bleiben. So hat man gerade in den Skigebieten, die noch in den vergangenen Tagen offen waren, einen großen Ansturm beobachten können, da das Wetter der letzten Tage viel Schnee mit sich gebracht hatte. Auch Schulen bleiben weiterhin geöffnet.

Kontrolle um die Homeoffice-Pflicht?

Die Homeoffice-Pflicht ist wohl die Maßnahme, welche am meisten Verwunderung verbreitet. Viele Arbeitnehmer berichten laut Angaben des „Schweizer Radio und Fernsehens“ (SRF), dass ihre Arbeitgeber lieber keinen Umstieg auf die Heimarbeit wollen: Begründet wird mit der Furcht vor weniger Leistung.
Auch bei der Überprüfung von Leistungen wird die Debatte laut: Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bestätigt, dass Arbeitspräsenz am privaten Arbeitsplatz nicht kontinuierlich überwacht werden kann. Zwar seien Leistungskontrollen möglich, doch auch hier sei die Grenze zur illegalen Überwachung schwammig.
Das Bundesamt für Gesundheit meldete am Montag 4703 neue Fälle, die über das Wochenende aufkamen. Verstorben sind seit dem Freitag 121 Personen. Die Zahlen wiesen somit einen eher rückläufigen Trend auf.
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