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Auf anderen Flughafen umgeleitet: Flugzeug mit Nawalny landet in Moskau

© REUTERS / STAFFAlexej Nawalny auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo gelandet, 17. Januar 2021
Alexej Nawalny auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo gelandet, 17. Januar 2021 - SNA, 1920, 17.01.2021
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Das Flugzeug der Gesellschaft Pobeda mit dem Kremlkritiker Alexej Nawalny an Bord ist am Sonntagabend auf dem Moskauer Flughafen Schweremetjewo gelandet. Ursprünglich sollte die in Berlin gestartete Maschine auf dem Flughafen Wnukowo landen, wurde am Ende jedoch umgeleitet.
Wie die Fluggesellschaft gegenüber Reuters erklärte, wurde Wnukowo für ankommende Flugzeuge „aus technischen Gründen“ geschlossen. Insgesamt seien deswegen drei Pobeda-Flüge zu anderen Moskauer Flughäfen umgeleitet worden.
An dem Flughafen hatten sich zuvor Anhänger Nawalnys versammelt, es soll zu mehreren Festnahmen gekommen sein.
Unter den Festgenommenen waren auch Nawalnys engste Mitarbeiterin, die Juristin Ljubow Sobol, sowie weitere Aktivisten.

Fall Nawalny

Alexei Nawalny war am 20. August auf einem Flug von Tomsk nach Moskau zusammengebrochen. Er wurde zunächst in einem Omsker Krankenhaus behandelt und dort in ein künstliches Koma versetzt. Der 44-Jährige wurde später auf Drängen seiner Familie in die Berliner Universitätsklinik Charité verlegt. Anfang September wurde Nawalny aus dem Koma geholt und bereits am 23. September aus der Charité entlassen.
Die Bundesregierung sprach bereits am 2. September von einer Vergiftung Nawalnys mit einem Nervenkampfstoff der „Nowitschok“-Reihe, nachdem Untersuchungen eines Spezial-Labors der Bundeswehr die Belege dafür geliefert hätten.
Nawalny kehrt nach Russland zurück - SNA, 1920, 17.01.2021
Rückkehr nach Russland: Nawalny steigt ins Flugzeug – Video
Laut dem Omsker Krankenhaus wurden in Nawalnys Blut und Urin jedoch kein Gift oder Spuren davon entdeckt, als vorläufige Diagnose wurde eine Stoffwechselstörung angegeben, die ein drastisches Absinken des Blutzuckerspiegels verursacht haben soll.
Zu den Vorwürfen, es hätte sich um einen Anschlag gehandelt, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow, dass Nawalnys Vergiftung bislang nicht belegt worden sei. Moskau warf dem Oppositionellen „Größenwahn“ und „Verfolgungswahn“ vor, nachdem dieser Anschuldigungen gegen den Inlandsgeheimdienst FSB erhoben hatte.
Wegen des Falls Nawalny verhängte die Europäische Union Sanktionen gegen Russland, das Land antwortete wiederum mit Gegensanktionen.
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