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„Wir stehen auch in diesen Zeiten zu Nord Stream 2“ – NRW-Wirtschaftminister Pinkwart

CC BY-SA 3.0 / Olaf Kosinsky (kosinsky.eu) / Wikimedia CommonsNRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (Archivbild)
NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (Archivbild) - SNA, 1920, 15.01.2021
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Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart hat bei einer Wirtschaftskonferenz die Bedeutung Russlands als Partner bei der Energieversorgung betont. Sein Bundesland stehe zur Ostseepipeline Nord Stream 2. Allerdings bestünde Nachholbedarf bei der Vertrauensbildung.
In einer Videobotschaft anlässlich der diesjährigen Russland-Wirtschaftskonferenz der Industrie- und Handelskammer (IHK) Düsseldorf hat Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Russland als „hochinteressanten Partner“ in allen Feldern der neuen NRW-Außenwirtschaftsstrategie bezeichnet. Als maßgebliches Kriterium setze die Strategie Innovationspotentiale bei der Auswahl der Wirtschaftspartner voraus, zudem nannte der FDP-Politiker Klimaschutz und Rohstoffversorgung als wichtige Aspekte.

„Russland ist und bleibt ein wichtiger Partner in unserer Energieversorgung. Sichere und zuverlässige Gaslieferungen sind eine wesentliche Voraussetzung für die Transformation der kohlenstoffbasierten Energieversorgung und -produktion hin zu effizienten und erneuerbaren Energiequellen und -nutzungen. Wir stehen auch in diesen Zeiten zu Nord Stream 2 als einem Baustein der sicheren Energieversorgung.“

Andreas Pinkwart
Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
Nord Stream2 sei „in allererster Linie“ ein unternehmerisches Projekt und dies gelte es zu respektieren, so Pinkwart weiter.

Nord Stream 2 im Spannungsverhältnis

Es sei aber nicht zu verhehlen, dass es wie alle anderen internationalen Großprojekte, in einem politischen Umfeld stattfinde.

„Der Erfolg solcher Projekte bedarf daher auch der Vertrauensbildung. Und hier gibt es sicherlich auf vielen Seiten Nachholbedarf.“

Mit Blick auf die Sanktionspolitik sagte der Minister, dass „Konfrontation, Handelshemmnisse, Drohgebärden und Abschottung“ schlechte Rahmenbedingungen für eine wachstumsfördernde und wohlstandsmehrende Kooperation sind.
Pinkwart appellierte, gemeinsame Werte, wie sie etwa in der Charta und der Arbeit des Europarates zum Ausdruck kämen, im Miteinander wieder stärker zu pflegen. Er sei überzeugt, freier Handel auf der Basis gemeinsamer Grundüberzeugungen stelle das erfolgversprechendste Instrument für eine alle Seiten bereichernde Zusammenarbeit.
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Über Jahrzehnte geknüpfte Bindung

Zu Russland bestehe eine über Jahrzehnte geknüpfte Bindung. Auch die Herausforderung der Corona-Pandemie könnte und würde nur gemeinsam bewältigt werden.Von rund 4.000 mit deutscher Beteiligung in Russland tätigen Unternehmen stammen 30 Prozent aus NRW – darunter bekannte Namen wie Bayer, Eon, Claas, Metro oder Henkel, aber auch viele mittelständische Unternehmen.
Als deutsches „Energieland Nr.1“ könne die Wirtschaft von NRW zudem mit ihrer technologischen Kompetenz auch Russland im Transformationsprozess von attraktive Angebote machen, so Pinkwart im Hinblick auf Zukunftskooperationen. Im russischen „Strommix“ stammt gerade einmal ein Prozent der Energiequellen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien.
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