Pilze wachsen im Blut eines Mannes nach Injektion von Zauberpilz-Tee

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Pilze (Symbol) - SNA, 1920, 15.01.2021
Ein 30-jähriger Mann landete mit in seinem Blut wachsenden Pilzen im Krankenhaus, nachdem er sich Zauberpilz-Tee gespritzt hatte. Der Fall wird im „Journal of the Academy of Consultation-Liaison Psychiatry” beschrieben.
Der Mann wollte mithilfe der Injektion wohl Symptome seiner bipolaren Störung und Opioidsucht lindern. Er soll im Netz Berichte über eventuelle therapeutische Wirkungen von Halluzinogenen wie LSD und Psilocybin-Pilzen gefunden und sich dafür entschieden haben, Tee aus solchen Pilzen aufzubrühen. Vor dem Einspritzen des Tees in seinen Blutstrom filterte er das Getränk durch einen Wattetupfer.
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In den folgenden Tagen verschlechterte sich sein Zustand, seine Haut wurde gelb, er bekam Durchfall und blutiges Erbrechen. Daraufhin brachte ihn seine Familie ins Krankenhaus.
Die Ärzte stellten bei dem Mann das Versagen mehrerer Organe, darunter der Leber und der Nieren, sowie eine Blutinfektion mit dem Keim Brevibacillus und dem Pilz Psilocybe cubensis fest.
Der Mann verbrachte 22 Tage im Spital, darunter acht Tage auf einer Intensivstation, wo sein multiples Organversagen behandelt wurde.
Laut mehreren Untersuchungen kann Psilocybin bei der Behandlung von Depression und Drogenmissbrauch genutzt werden, aber nur in gereinigter Form und unter ärztlicher Aufsicht. Meistens wird es in Pillenform verabreicht, aber in einigen Fällen auch intravenös. In dieser Form sind aber keine Pilze mehr in dem Präparat, die eine Infektion verursachen können, denn Psilocybin allein kann sich nicht vermehren.
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