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FBI hat Hinweise auf Gewalt-Pläne vor Bidens Amtseinführung – Medien

© REUTERS / JOSHUA ROBERTSDas FBI-Gebäude in Washington, USA
Das FBI-Gebäude in Washington, USA - SNA, 1920, 15.01.2021
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Die US-Bundespolizei FBI hat laut einem Medienbericht vor potenziellen Gewaltakten rund um die Vereidigung des künftigen Präsidenten Joe Biden in der kommenden Woche gewarnt. Dies berichtet die US-Zeitung „Tampa Bay Times“ am Freitag.
Derzeit sei ein „umfangreiches besorgniserregendes Online-Gerede“ über mögliche Aktionen rund um die Amtseinführung zu beobachten, sagte FBI-Chef Christopher Wray am Donnerstag (Ortszeit) in Washington bei einem Treffen der Chefs mehrerer Sicherheitsbehörden mit dem amtierenden Vizepräsidenten Mike Pence. Darunter seien Aufrufe zu bewaffneten Protesten. Die Hinweise würden analysiert und auf ihr tatsächliches Bedrohungspotenzial hin untersucht. „Wir sind besorgt über das Gewaltpotenzial bei mehreren Protesten und Kundgebungen, die in den kommenden Tagen hier in DC und vor Parlamentsgebäuden in den Bundesstaaten geplant sind“, betonte Wray.
Mehr als 200 Verdächtige seien bereits identifiziert worden, die womöglich Aktionen nach dem Vorbild der Krawalle vom Kapitol planten, so der FBI-Direktor weiter. An die Adresse möglicher Randalierer und Gewalttäter sagte Wray: „Wir wissen, wer ihr seid.“ Wer Gewaltakte in den nächsten Tagen plane, müsse damit rechnen, Besuch vom FBI zu bekommen.
Ronald-Reagan-Flughafen nahe Washington (Archivbild) - SNA, 1920, 15.01.2021
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Wray betonte, mehr als 100 Personen seien im Zusammenhang mit den Ausschreitungen am Kapitol bereits festgenommen worden. Zahllose Ermittlungen liefen noch. Von diesen mehr als 100 Personen gehe zunächst keine Gefahr mehr aus. Die Festnahmen seien auch eine Warnung an andere, die über Gewaltakte nachdächten.

Sturm auf US- Kapitol

Am 6. Januar erstürmten Anhänger des scheidenden Präsidenten Donald Trump das US-Parlamentsgebäude Kapitol, als dort der Prozess der formellen Bestätigung von Joe Biden als gewählter Präsident lief. Die Protestler griffen die Bereitschaftspolizei mit Rohren und chemischen Reizstoffen an.
Fünf Menschen – darunter ein Polizist – starben im Zusammenhang mit den Ausschreitungen. Dutzende Protestler wurden nach den Tumulten verhaftet, darunter auch Menschen, die während der Demo Sturmgewehre und Munition bei sich hatten.
Trump wird beschuldigt, die Unruhen angestiftet zu haben. Obwohl die Vereidigung Bidens schon am 20. Januar stattfindet, forderten mehrere US-Politiker Trumps Amtsenthebung in den verbliebenen Tagen. Das US-Repräsentantenhaus stimmte am Mittwoch für die Eröffnung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump. Über eine tatsächliche Amtsenthebung muss nun der Senat entscheiden.
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