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Ausschalten der Kamera bei virtuellen Treffen rettet unseren Planeten – Umweltstudie

Laptop  - SNA, 1920, 15.01.2021
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Laut einer neuen Umweltstudie reduziert die Deaktivierung der Webkamera während eines virtuellen Meetings klimaschädliche Emissionen deutlich, teilte das Portal „EurekAlert“ am Donnerstag mit.
Trotz eines Rekordrückgangs der globalen CO2-Emissionen im Jahr 2020 hat die pandemiebedingte Verlagerung auf Remote-Arbeit und mehr Entertainment zuhause immer noch erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt, so die Studie. Das hat damit zu tun, wie Internetdaten weltweit gespeichert und übertragen werden.
Nur eine Stunde Videokonferenz oder Streaming stößt beispielsweise 150-1000 Gramm Kohlendioxid aus (eine Gallone Benzin, das in einem Auto verbrannt wird, stößt ungefähr 8887 Gramm aus), benötigt 2-12 Liter Wasser und erfordert eine Landfläche von ungefähr der Größe eines iPad Mini.
Das Ausschalten der Kamera während eines Webanrufs könnte jedoch diese Auswirkungen um 96 Prozent reduzieren. Das Streamen von Inhalten in Standard Definition anstatt High Definition während der Verwendung von Apps wie Netflix oder Hulu könnte nach Schätzungen der Forscher ebenfalls zu einer Reduzierung um 86 Prozent führen.

Anstieg der Internetnutzung

Eine Reihe von Ländern hatte seit März einen Anstieg des Internetverkehrs um mindestens 20 Prozent gemeldet. Wenn sich der Trend bis Ende 2021 fortsetze, würde allein diese zunehmende Internetnutzung einen Wald von etwa 71.600 Quadratmeilen – doppelt so viel Landfläche wie Indiana – erfordern, um den ausgestoßenen Kohlenstoff zu binden, so die Studie. Die Verarbeitung und Übertragung von Daten würde zudem so viel Wasser benötigen, mit dem man mehr als 300.000 olympische Schwimmbäder füllen könnte.
Da die Datenverarbeitung auch viel Strom verbrauche und jede Stromerzeugung Kohlenstoff-, Wasser- und Landabdrücke aufweise, würden durch die Reduzierung des Daten-Downloads Umweltschäden reduziert werden.
„Bankensysteme zeigen Ihnen die positiven Auswirkungen des papierlosen Betriebs auf die Umwelt, aber niemand sagt Ihnen den Vorteil, Ihre Kamera auszuschalten oder Ihre Streaming-Qualität zu verringern. Ohne Ihre Zustimmung erhöhen diese Plattformen Ihren ökologischen Fußabdruck“, sagte der leitende Gastwissenschaftler Kaveh Madani.
Auch Deutschland, ein weltweit führendes Land für erneuerbare Energien, weise einen CO2-Fußabdruck auf, der weit über dem internationalen Durchschnitt liege. Der Landfußabdruck der Energieerzeugung des Landes liege beispielsweise 204 Prozent über dem Durchschnitt, so die Forscher.
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Neue Umweltstudie

Die neue Umweltstudie wurde von Forschern der Purdue University, der Yale University und des Massachusetts Institute of Technology durchgeführt. Sie ist die erste, die neben den CO2-Fußabdrücken auch die mit der Internetinfrastruktur verbundenen Wasser- und Landabdrücke analysiert.
Das Team berechnete die CO2-, Wasser- und Land-Fußabdrücke, die mit jedem Gigabyte an Daten verbunden sind, die auf YouTube, Zoom, Facebook, Instagram, Twitter, TikTok und zwölf anderen Plattformen sowie bei Online-Spielen und diversem Surfen im Internet verwendet werden.
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