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Pflegerin erklärt: Deswegen will ich mich nicht gegen Corona impfen lassen

© AP Photo / Matthias SchraderPflegerin, Mühldorf am Inn, Deutschland (Symbolbild)
Pflegerin, Mühldorf am Inn, Deutschland (Symbolbild) - SNA, 1920, 14.01.2021
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Nur 73 Prozent der Ärzte sind hierzulande zu einer Corona-Impfung bereit, Pflegekräfte sogar nur zu 50 Prozent. Eine Betroffene fühlt sich an den Pranger gestellt und erklärt ihre Impfskepsis. Kollegen haben für eine derartige Haltung kein Verständnis.
„Ich bin keine Impfgegnerin und glaube nicht an Verschwörungstheorien, um so etwas geht es nicht“, sagt die angehende Altenpflegefachkraft aus Bielefeld, Ende 40, Quereinsteigerin, gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ). „Wir wissen einfach noch sehr wenig über diesen Impfstoff.“ Sie habe Angst, dass eine Vorerkrankung die Nebenwirkungen verschärfe.

„Es wird alles über unsere Köpfe hinweg entschieden“

Die Impfstoffe der Unternehmen Biontech und Pfizer seien sehr schnell entwickelt worden. Wegen der Unsicherheit über mögliche Nebenwirkungen und Langzeitfolgen will sie sich vorerst nicht impfen lassen.
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Ein weiterer Grund für ihre Entscheidung sei aber auch der Umgang mit dem Pflegepersonal in der Corona-Pandemie: Es werde viel über die Pflege geredet, sie komme selbst jedoch kaum zu Wort.
„Es wird alles über unsere Köpfe hinweg entschieden“, sagt sie der FAZ. „Wir müssen Ja sagen zu Zwölf-Stunden-Diensten, Wochenenddiensten, Einspringen ohne Freizeitausgleich.“ Die Belastung sei stark gestiegen, durch zusätzliche Aufgaben wie das Testen von Besuchern, aber auch, weil die Bewohner emotional aufgefangen werden müssten. „Das alles lässt sich – eine Zeitlang – aushalten für die Menschen, die man pflegt. Aus einem Pflicht- und Ehrgefühl und aus Liebe zum Beruf.“ Die eigenen Kinder und private Kontakte blieben dabei jedoch auf der Strecke. Und nachdem die Pflege erst noch beklatscht wurde, werde sie nun an den Pranger gestellt, weil ein Teil des Personals sich nicht sofort impfen lasse. „Durch den Druck verhärten sich die Fronten.“
Sie fügt hinzu, dass sie insbesondere auf das Urteil ihrer Hausärztin vertraut, bei der sie demnächst einen Termin hat.
„Wenn die sagt, dass für mich trotz einer Vorerkrankung kein Risiko besteht, würde ich mich impfen lassen. Denn natürlich will ich auch, dass dieser Spuk endlich vorbei ist.“

„Sicherer, als sich nicht impfen zu lassen“

Die 24-jährige Pflegekraft Anna Sesterhenn arbeitet auf einer Intensivstation in Trier. Sie habe sich sofort impfen lassen und habe kein Verständnis für Kollegen, die dies nicht tun wollen, sagte sie der „Zeit“:

„Mit dem Impfstoff haben wir jetzt die Möglichkeit, uns alle zu schützen.“ Es mache sie wütend, wenn sie in Facebook-Gruppen oder bei Twitter lese, wie sich Pflegekräfte gegen die Impfung aussprechen. „Ja, der Impfstoff wurde schnell zugelassen, schneller als üblich. Doch gleichzeitig wurde er auch ausreichend geprüft, wie sämtliche offiziellen Stellen bestätigen.“

Das Paul-Ehrlich-Institut, zuständig für die Zulassung von Impfstoffen, spreche davon, dass der Impfstoff eine sehr hohe Wirksamkeit habe und gut verträglich sei. Außerdem sei er an Probandinnen und Probanden getestet und schon mehreren Millionen Menschen verabreicht worden. „Ich fühle mich also sicher damit. Das ist deutlich sicherer, als sich nicht impfen zu lassen und Corona-Patienten zu behandeln.“
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"... wie sämtliche offiziellen Stellen bestätigen." Na ist doch mal ein Totschlagargument, hahahaha! Fehlt nur noch: Da können Sie Gift drauf nehmen!
Ildelisa Pujol
14 Januar, 15:4516
Wer unbedingt einen schmerzhaften, langwierigen Tod auf Anordnung der dollar-gezeichneten polit-Mafia erleiden will - bitte, der kann sich ruhig tot-stechen lassen... - wir nicht!...;pp
Vlad Dracula
14 Januar, 16:1312
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