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CEO vom rechten Netzwerk Parler will Morddrohungen erhalten haben

© AFP 2020 / OLIVIER DOULIERYOnline-Dienst Parler (Archivbild)
Online-Dienst Parler (Archivbild) - SNA, 1920, 14.01.2021
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John Matze, der Vorstandschef des bei Anhängern von US-Präsident Donald Trump beliebten Online-Dienstes Parler, hat sich in einem Interview mit dem Fernsehsender Fox News über Einschüchterung mit Morddrohungen beklagt.
Nachdem Trump-Befürworter das Kapitol, den Sitz des US-Parlaments, erstürmt hatten, blockierten Google und Apple das Herunterladen von Parler. Amazon stellte als technischer Dienstleister die Zusammenarbeit mit der Blog-App ein.
„Menschen drohen mir mit Mord“, zitiert der Sender am Dienstag Matze. „Ich kann heute Abend nicht nach Hause gehen.“
Der gesperrte Twitter-Profil von Donald Trump - SNA, 1920, 14.01.2021
Twitter-Chef hält Trumps Sperre auf der Plattform für richtig
Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters schloss der Unternehmer das Ende von Parler nicht aus, bezeichnete gleichzeitig ein Comeback als nicht unmöglich.
Die Firma geht derzeit gerichtlich gegen die Sperrung auf den Servern von Amazon vor, durch die es um seine Existenz fürchten muss. Wie die Agentur unter Verweis auf die am Mittwoch bekanntgewordene Klageschrift meldet, fordert Parler, dass Amazon Web Services die Abschaltung zurücknehme. Amazon habe seinen Vertrag gebrochen, indem es das Unternehmen abgeschaltet habe.
Parler-App (Symbolbild) - SNA, 1920, 13.01.2021
Abschaltung des Messengers „Parler“: Verwirrte US-Nutzer strömen zu unbekannter App „Parlor“
Amazon bekräftigte seinen Schritt mit solchen Beiträgen wie „Nur ein toter Demokrat ist ein guter Demokrat. Kill'em all“, so Reuters. Parler betonte nun, die meisten problematischen Postings seien entfernt worden. Beleidigungen – wie etwa gegen die ehemalige First Lady Michelle Obama – seien zwar hasserfüllt, aber durch die Verfassung geschützt.
Laut Matze ist die Firma mit mehreren alternativen Cloud-Computing-Diensten im Gespräch. Der Vorstandschef weigerte sich aber, Namen zu nennen, und begründete dies mit dem Hinweis auf mögliche Schikanen für die beteiligten Unternehmen. Das Beste wäre, wenn die App wieder auf Amazon zurückgreifen könnte.

Chaos am Kapitol

Am 6. Januar erstürmten Anhänger des scheidenden Präsidenten das US-Parlamentsgebäude Kapitol, als dort der Prozess der formellen Bestätigung von Joe Biden als gewählter Präsident lief. Die Protestler griffen die Bereitschaftspolizei mit Rohren und chemischen Reizstoffen an.
Fünf Menschen – darunter ein Polizist – starben im Zusammenhang mit den Ausschreitungen. Dutzende Protestler wurden nach den Tumulten verhaftet, darunter auch Menschen, die während der Demo Sturmgewehre und Munition bei sich hatten.
Trump wird beschuldigt, die Unruhen angestiftet zu haben. Der Staatschef forderte die Protestler einerseits auf, sich friedlich zu verhalten und nach Hause zu gehen, nannte sie aber gleichzeitig Patrioten und sprach von Wahlbetrug. Später löschte er die ermutigenden Botschaften, verurteilte die Gewalt am Kapitol und versprach eine geordnete Machtübergabe an Joe Biden. Sozialnetzwerke Twitch, Twitter, Facebook, YouTube und Instagram sperrten Trumps Konten für verschiedene Zeiträume.
Twitter-Account von Donald Trump, als es noch aktiv war - SNA, 1920, 13.01.2021
Nicht nur Trump: Wen Twitter und Co. gerade verbannen – und warum
Obwohl die Vereidigung Bidens in nur einer Woche – am 20. Januar – stattfindet, forderten mehrere US-Politiker Trumps Amtsenthebung in den verbliebenen Tagen. Das US-Repräsentantenhaus stimmte am Mittwoch für die Eröffnung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump. Über eine tatsächliche Amtsenthebung muss nun der Senat entscheiden.
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