Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Nord Stream 2: Rohrleger „Fortuna“ verlässt deutschen Hafen kurz vor Baubeginn in Dänemark

© REUTERS / OLIVER DENZERDer russische Rohrverleger Fortuna in der Ostsee (Archivbild)
Der russische Rohrverleger Fortuna in der Ostsee (Archivbild) - SNA, 1920, 14.01.2021
Abonnieren
Das Rohrverlegeschiff „Fortuna“, mit dem die deutsch-russische Gasleitung Nord Stream 2 fertiggestellt werden soll, hat den deutschen Hafen von Wismar einen Tag vor der Verlegung des Pipeline-Abschnitts in dänischen Gewässern verlassen. Davon zeugen die Daten des Schiffspositionierungssystems „MarineTraffic“.
Die russische „Fortuna“ kam Ende Dezember in Wismar an, nachdem sie zwei Wochen lang einen kleinen Abschnitt der Gasleitung in deutschen Gewässern verlegt hatte. Gegen 11 Uhr (Ortszeit) am Donnerstag verließ sie wieder den Hafen. Zuvor hatte die dänische Energieagentur (DEA) mitgeteilt, dass die Arbeiten zur Fertigstellung von Nord Stream 2 am 15. Januar wieder aufgenommen würden.
Der Betreiber des Projekts, die Nord Stream 2 AG, erwägt zwei Optionen für die Rohrverlegung: Zum einen geht es um den Einsatz eines Schiffs mit Ankerposition, was eben die „Fortuna“ ist, und zum anderen um die Verwendung eines Rohrverlegers mit einem dynamischen Positionierungssystem wie das russische Schiff „Akademik Cherskiy“.

Nord Stream 2

Das Vorhaben umfasst den Bau von zwei Strängen einer Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern pro Jahr von der russischen Küste durch die Ostsee bis nach Deutschland. Die Pipeline verläuft in den Territorialgewässern von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland und kostet rund zehn Milliarden Euro. Sie ist zu 94 Prozent fertig.
Die USA, die verflüssigtes Erdgas auf den europäischen Markt bringen wollen, treten gegen den Bau der Gaspipeline auf. Washington hatte im Dezember 2019 Sanktionen gegen das Nord-Stream-2-Projekt verhängt und von den Partnerunternehmen einen unverzüglichen Arbeitsstopp gefordert. Das schweizerische Unternehmen Allseas stellte daraufhin die Arbeit ein. US-Politiker erwägen derzeit eine Erweiterung der Restriktionen.
Inzwischen hatte der US-Senat am 1. Januar das Verteidigungsbudget für das Geschäftsjahr 2021 gebilligt, das die Ausweitung der Sanktionen gegen Nord Stream 2 vorsieht. Die Maßnahmen gelten für Organisationen, die Dienstleistungen für Tests, Inspektionen oder Zertifizierungen erbracht haben. Aus diesem Grund gaben das norwegische Unternehmen DNV GL und das dänische Beratungsunternehmen Rambøll ihren Rückzug aus dem Projekt bekannt.
Meistgelesene Kommentare
Baba Baba der Irre schreibt von Irrfahrt. Sie kleiner Troll machen jeden Tag Überstunden oder ihr Bot.
Troll Jäger
14 Januar, 16:029
Die Irrfahrt geht weiter und russische Auftragstrolle machen Überstunden. Besser geht's nicht!
Baba Johnson
14 Januar, 15:528
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала