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Griechenland rüstet sich auf: Kauf französischer Kampfjets beschlossen

© SNA / Michael WoskresenskyGriechische Flagge (Archivbild)
Griechische Flagge (Archivbild) - SNA, 1920, 14.01.2021
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Das griechische Parlament hat mehrheitlich den Kauf von 18 französischen Kampfbombern des Typs Rafale beschlossen.
Bei der Parlamentsdebatte am Donnerstag bezeichnete Griechenlands Verteidigungsminister Nikos Panagiotopoulos diesen Kauf als größtes Rüstungsprogramm Griechenlands seit Jahrzehnten, wobei die zwölf gebrauchten und sechs neuen Kampfflieger samt Waffen, Munition und Ersatzteilen 2,3 Milliarden Euro kosten sollen.
Grund der Anschaffung ist der Streit mit der Türkei um Erdgasvorkommen im Mittelmeer, welcher beide Länder im vergangenen Jahr bis an den Rand einer militärischen Auseinandersetzung gebracht hatte.
Türkisches Forschungsschiff Oruc Reis (Archiv) - SNA, 1920, 11.01.2021
Türkei und Griechenland nehmen Verhandlungen zum Gasstreit auf
Laut Panagiotopoulos wolle man die Verteidigungskraft des Landes stärken, um den Frieden zu sichern. Das Land plane noch den Kauf von neuen Fregatten sowie Munition und anderem Militärzubehör. Außerdem wird ab Mai die Dauer des Militärdienstes in Griechenland von neun auf zwölf Monate verlängert. So wolle Griechenland die Anzahl der aktiven Wehrpflichtigen und der Berufssoldaten von etwa 100.000 auf 133.000 aufstocken.

Erdgasstreit im Mittelmeer

Griechenland und die Türkei streiten sich seit Langem um Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer. Die Erkundungen sind aus Athener Sicht illegal, weil die Region zur sogenannten Ausschließlichen Wirtschaftszone des EU-Landes gehört. Auch die EU hatte die türkischen Aktionen verurteilt und Ankara aufgefordert, sie zu stoppen.
Ankara hingegen vertritt den Standpunkt, dass die Gewässer, in denen probeweise nach Erdgas gebohrt wird, zum türkischen Festlandsockel gehören. Einen ähnlichen Konflikt gibt es um die Insel Zypern, vor deren Küste bereits reiche Erdgasvorkommen entdeckt wurden.
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