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„Neue Zeiten im Russlandgeschäft“ – Konferenz zur Zusammenarbeit 2021

CC0 / fill / Pixabay / Konferenz (Symbolbild)
Konferenz (Symbolbild) - SNA, 1920, 13.01.2021
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Welche Perspektiven bieten die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen in diesem Jahr? Am kommenden Donnerstag findet die Russland-Konferenz der IHK Düsseldorf statt. Wie in jedem Jahr werden die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen einer Bestandsaufnahme unterzogen und zukunftsträchtige Projekte besprochen.
„Die Coronakrise hat auch das Russlandgeschäft deutscher Unternehmen fest im Griff: Grenzschließungen, Reisebeschränkungen und Lockdowns wirken sich auf Exporte, Lieferzeiten, Produktion, Absatz und Geschäftsabschlüsse aus. Darüber hinaus gesellen sich zur Abwertung des Rubels strukturelle Schwächen der russischen Wirtschaft“, so das unverblümte Eingangsstatement der Industrie- und Handelskammer (IHK) Düsseldorf zur Ankündigung der am Donnerstag stattfindenden Online-Konferenz „Neue Zeiten im Russlandgeschäft“.
Die Bedingungen, unter denen die Unternehmer agieren müssen, mögen zwar derzeit schwierig sein, doch die deutsche Wirtschaft vertraue trotz dieser Herausforderungen dem russischen Markt, heißt es weiter. Schließlich stünden deutsches Know-how und Qualität „Made in Germany“ auch weiterhin hoch im Kurs.

Zukunftsträchtige Branchen

Zu interessanten Wachstumsbranchen zählt die IHK den IT-Sektor mit seinen Start-ups, die Gesundheitswirtschaft sowie Energieprojekte rund um Wasserstoff und Erneuerbare Energien – Themen, die der deutschen Wirtschaft Kooperationschancen bieten und die im Rahmen der digitalen Russland-Konferenz in Diskussions- und Vortragsrunden mit Experten etwa von Wintershall Dea oder Uniper näher beleuchtet werden.
Wie in jedem Jahr soll auch diese Russland-Konferenz eine aktuelle Bestandsaufnahme der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland bieten: Nach einer Keynote von Matthias Platzeck, dem Vorsitzenden des Deutsch-Russisches Forums, ist eine Gesprächsrunde mit dem Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland, Sergej Netschajew, sowie Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart und dem Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller geplant.
Die Frage „Russland: Politik und Wirtschaft – gemeinsam stark?“ stellen sich in einem anschließenden Gespräch der deutsche Botschafter in Russland, Géza Andreas von Geyr, und Matthias Schepp, Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer.
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Einfluss der Sanktionen

Zum Thema „Russlandgeschäft – Blick auf 2021 und darüber hinaus“ referiert Lisandra Flach, die Leiterin des Zentrums für Außenwirtschaft des Münchner ifo-Instituts. Ihr Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Uni München hat im vergangenen Jahr die vielbeachtete Studie „Die volkswirtschaftlichen Kosten der Sanktionen in Bezug auf Russland“ herausgebracht, wonach die Sanktionen die deutsche Wirtschaft jedes Jahr 5,45 Milliarden Euro an BIP-Wachstum kosten würden und die der Europäische Union sich auf 21 Milliarden Euro summierten.
Nach Ansicht der Bundesregierung allerdings hätten die jüngst erneut verlängerten Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland der deutschen Wirtschaft bisher nicht gravierend geschadet. Das Wirtschaftsministerium verwies auf eine von ihm in Auftrag gegebene Untersuchung des German Economic Team, in der die Auswirkungen des sanktionsbedingten Exportrückgangs auf das deutsche BIP für das Jahr 2016 auf 1,2 bis 2,2 Milliarden Euro geschätzt werden – deutlich weniger als das, was das Ifo-Institut berechnet hat. Die 2014 wegen des Ukraine-Konflikts verhängten Strafmaßnahmen seien nicht ursächlich für den Rückgang des Handels mit Russland gewesen, heißt es laut dpa in einem Bericht an den Wirtschaftsausschuss des Bundestags: „Die Auswirkungen der wirtschaftlichen Entwicklung in Russland und des damit verbundenen Exportrückgangs auf die deutsche Volkswirtschaft bleiben insgesamt begrenzt.“
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