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„Traurigkeit und Mitgefühl“: Neil Young tun Kapitol-Stürmer leid

© AFP 2020 / KEVIN WINTERRock-Musiker Neil Young (Archivbild)
Rock-Musiker Neil Young (Archivbild) - SNA, 1920, 13.01.2021
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Die Rock-Legende Neil Young meint, die Randalierer, welche vergangene Woche das Kapitol gestürmt haben, seien der Manipulation von US-Präsident Donald Trump zum Opfer gefallen. Soziale Medien würden aus Themen psychologische Waffen machen, sie schürten Hass und instrumentalisierten, statt „den Weg nach Hause“ zu zeigen.
Der legendäre Rocker Neil Young hält nicht viel von US-Präsident Donald Trump, dass hat er bereits mehrfach öffentlich kundgetan. Zum Beispiel in dem Musikstück „Lookin‘ for a leader“. Seit Januar 2020 besitzt Neil Young neben der kanadischen auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Diese hatte er beantragt, so konnte er bei der Präsidentschaftswahl im November 2020 gegen Trump stimmen.
Nun zeigt sich der Musiker jedoch verständnisvoll gegenüber den aufgebrachten Randalierern, die am sechsten Januar das US-Kapitol in Washington DC gestürmt hatten. Er ist überzeugt, dass diese von Trump manipuliert und als politische Waffe eingesetzt worden seien, schrieb er in einer ausführlichen Erklärung auf seiner Archives-Webseite: „Ich war schockiert, als ich sah, wie die Konföderierten-Flagge im Saal geschwenkt wurde; die Zerstörung und die Respektlosigkeit. Aber am meisten taten mir die Leute leid.“

„Die Menschen wollen gehört werden“

Laut Young handele es sich bei den Randalierern um Opfer von Trumps Betrügereien. Für die wütende Meute habe er Empathie und sagt, sie „wurden manipuliert und ihre Überzeugungen als politische Waffen verwendet.“
Young behauptet, dass die Menschen lediglich gehört werden wollen, um an einer Revolution Teil zu haben. Er verweist auf eine Frau, die bei der Aktion mit Reizgas beschossen wurde und schreibt, dass sie „eine von Tausenden war, die das Gefühl hatten, für ihre Überzeugungen verfolgt zu werden, das Gefühl, dass die amerikanische Macht sich einfach nicht kümmert.“

„Wir müssen einen Weg nach Hause finden“

Insbesondere die einseitige Berichterstattung in den Sozialen Medien sei für die Manipulation der Bevölkerung verantwortlich. Der Musiker meint, dass die Netzwerke Hass schüren und instrumentalisieren:
„In den sozialen Medien werden Themen zu psychologischen Waffen gemacht und dazu benutzt, Hass zur Unterstützung der einen oder anderen Seite zu schüren. Das ist Donald J. Trumps Vermächtnis.“
Rock-Musiker Neil Young (Archivbild) - SNA
Neil Young
Rock-Legende
Stattdessen wünscht er sich mehr Diversität in der politischen Ausrichtung von Mediennetzwerken und -programmen: „Ich wünschte, Internet-Nachrichten wären zweiseitig. Beide Seiten in den gleichen Programmen vertreten. Soziale Medien in den Händen mächtiger Leute – Einflüsse, die Lügen und Unwahrheiten verstärken, verkrüppeln unser Glaubenssystem und hetzen uns gegeneinander auf. Wir sind keine Feinde. Wir müssen einen Weg nach Hause finden.“
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