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Verschwindet die gedruckte „Bild“ aus den Regalen? Gutachten rechnet mit roten Zahlen für Springer

© AFP 2021 / ODD ANDERSENBild-Zeitung (Symbolbild)
Bild-Zeitung (Symbolbild) - SNA, 1920, 13.01.2021
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Der Springer-Konzern muss trotz absatzstarken Tageszeitungen ab 2023 mit roten Zahlen für seine Printsparte rechnen. Das geht aus einem Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY hervor.
Gehörte die druckfrische Tageszeitung früher für viele noch zum morgendlichen Ritual zum Kaffee dazu, werden die Nachrichten auf Papier immer mehr durch Online-Angebote verdrängt. In Zahlen ausgedrückt: 1991 wurden noch 27,3 Millionen Exemplare verkauft, 2020 waren es lediglich 12,5 Millionen. Das geht aus einer Aufstellung des Online-Portals Statista hervor.
Die auflagenstärkste überregionale Tageszeitung blieb im vergangenen Jahr mit rund 1,32 Millionen verkauften Exemplaren die „Bild“-Zeitung, gefolgt von der „Süddeutschen Zeitung“ und der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Doch auch für den Spitzenreiter sieht die Zukunft düster aus.
Laut einem aktuellen Bericht des Fachdienstes Kresspro hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY ein Gutachten angefertigt, wofür es interne Prognosen des Springer-Konzerns bis 2024 herangezogen hat. Demnach erwartet Springer für seine Printsparte einen Umsatzrückgang von 798 Millionen Euro in 2019 auf 520 Millionen Euro im Jahr 2024. Ab 2023 würden rote Zahlen im nationalen Printgeschäft drohen, 2024 könnte sich das Minus bereits auf 29 Millionen Euro belaufen.
Laptop  - SNA, 1920, 08.01.2021
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„Der Rückgang der Vertriebserlöse ist vor allem auf die dem Markttrend folgende, sinkende Nachfrage nach Printprodukten zurückzuführen. Der geplante Anstieg der Vertriebserlöse aus dem digitalen Verlagsangebot kann diesen Rückgang, verglichen mit den historisch generierten Vertriebserlösen, nicht vollständig kompensieren“, zitiert „Kresspro“ aus dem Gutachten. Allerdings ließen sich die Zahlen bei „Bild“ und „Welt“ gar nicht sauber in Print und Digital trennen, räumt Kresspro ein.
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