Pompeo will Iran beschuldigen, Beziehungen zur Al-Qaida zu pflegen – Medien

© REUTERS / POOLUS-Außenminister Mike Pompeo
US-Außenminister Mike Pompeo - SNA, 1920, 12.01.2021
US-Außenminister Mike Pompeo plant, den Iran am Dienstag öffentlich zu beschuldigen, Beziehungen zur Al-Qaida* zu pflegen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Verweis auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Trotz einiger Skepsis innerhalb der US-Nachrichtendienstgemeinschaft und des US-Kongresses soll Pompeo demnach in seiner Rede vor dem National Press Club in Washington Details für Behauptungen angeben, denen zufolge der Iran einen sicheren Zufluchtsort für Al-Qaida-Anführer gewährleistet und die Gruppe unterstützt haben soll.
Zwar sei nicht klar, wie viel Pompeo offenbaren wolle, teilten die Quellen der Nachrichtenagentur mit, die unter der Bedingung der Anonymität sprachen. Der Minister könnte jedoch kürzlich freigegebene nachrichtendienstliche Informationen über die Tötung des mutmaßlichen stellvertretenden al-Qaida-Befehlshabers in Teheran im August verwenden.
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Berater des designierten US-Präsidenten Joe Biden glaubten, dass die Trump-Administration versucht, ihm die Zusammenarbeit mit dem Iran zu erschweren und den Wiederbeitritt zu einem internationalen Abkommen über das iranische Atomprogramm zu erzielen, so die Nachrichtenagentur.

NYT-Bericht über angebliche Tötung eines Al-Qaida-Anführers in Teheran

Im November hatte die Zeitung „The New York Times“ unter Verweis auf Nachrichtendienstkreise berichtet, der zweithöchste Anführer des Terrornetzwerkes Al-Qaida, Abu Muhammad al-Masri, der als einer der Drahtzieher der tödlichen Angriffe auf US-Botschaften in Afrika von 1998 gilt, sei vor drei Monaten von israelischen Agenten im Iran getötet worden. Der Angriff sei von israelischen Agenten auf Veranlassung der Vereinigten Staaten ausgeführt worden, hieß es.
Der Iran dementierte den Bericht und äußerte, es gebe keine Al-Qaida-Terroristen auf seinem Boden.
Pompeo hatte im Oktober 2017 bereits als CIA-Chef dem Iran vorgeworfen, Verbindungen zur Al-Qaida zu haben, ohne konkrete Beweise vorzulegen: „Es hat Zeiten gegeben, in denen die Iraner mit der Al-Qaida zusammengearbeitet haben“, äußerte er.
*Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten.
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