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Madrid beziffert Schaden nach „Jahrhundert-Schnee“ auf über 20 Millionen Euro

© REUTERS / SUSANA VERAMadrid nach den heftigen Schneefällen
Madrid nach den heftigen Schneefällen  - SNA, 1920, 12.01.2021
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Die historisch starken Schneefälle in Teilen von Spanien haben nicht nur für weiße Pracht gesorgt – die Stadt Madrid beziffert den dadurch entstandenen Schaden auf mehr als 20 Millionen Euro.
Laut der Vize-Bürgermeisterin von Madrid, Begoña Villacís, beträgt der Schaden an öffentlichen Gebäuden ungefähr zehn Millionen Euro, weitere fünf Millionen Euro schätzen die Behörden an Häusern von Privateigentümern – sowie etwa 5,6 Millionen Euro bei Gebäuden, die sich noch im Bau befinden.
Den Schätzungen zufolge wurden nicht weniger als 150.000 Madrider Bäume durch den Schneefall beschädigt (die Stadt gibt ihren Baumbestand mit insgesamt 800.000 an).
Der Sturm „Filomena“ traf am Donnerstag auf die Pyrenäenhalbinsel und brachte Schnee, Regen, Windböen mit sich – je nach Region. In zehn Provinzen, darunter Madrid, Tarragona, Valencia und Zaragoza, wurde die rote Gefahrenstufe erklärt. In 19 Provinzen gilt die orangefarbene Gefahrenstufe. Ab Montag wird in Spanien mit sinkenden Temperaturen gerechnet.
Der Jahrhundertwinter trifft Spanien mitten in der Corona-Krise. Schnee und Eis behinderten dabei auch die gerade erst mit Schwierigkeiten angelaufene Impfkampagne.

Erst Jahrhundertschnee – nun Kältewelle

Die Schneemassen am Beginn der Arbeitswoche wurden für viele zu einem echten Ärgernis. Sich in Madrid fortzubewegen, ist derzeit schwierig. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur war selbst auf Hauptstraßen wie etwa der Atochastraße im Stadtzentrum nur eine Fahrspur geräumt, während Gehwege gefährlichen Eispisten glichen. Die wenigen Menschen, die ihr Haus etwa für Einkäufe verließen, gingen auf den Fahrbahnen, auf denen ohnehin kaum Autos unterwegs waren.
Stadtbusse verkehrten weiterhin nicht, nur die U-Bahn stand zur Verfügung. Fernzüge hatten ihren Betrieb schon am Sonntagnachmittag wieder aufgenommen, Vorortzüge sollten ab Montagnachmittag wieder rollen. Auch der internationale Flughafen Barajas von Madrid war wieder geöffnet.
Relativ kalte Winter sind in Madrid nicht ungewöhnlich. Die Stadt liegt rund 650 Meter über dem Meeresspiegel und mehr als 300 Kilometer vom Meer entfernt, hat also ein eher kontinentales Klima. Aber auf solche Schneemassen wie am Wochenende und für die angekündigte Kältewelle (minus zehn Grad Celsius) sind weder die Behörden noch die Menschen vorbereitet. Bisher starben landesweit vier Menschen.
Starker Schneefall in Madrid  - SNA, 1920, 09.01.2021
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