Einsätze gegen mutmaßliche Schleuserbande in vier deutschen Ländern

© REUTERS / HANNIBAL HANSCHKEPolizeiauto im Einsatz (Symbolfoto)
Polizeiauto im Einsatz (Symbolfoto) - SNA, 1920, 12.01.2021
In Deutschland gehen Polizei und Staatsanwaltschaften in vier Bundesländern gegen eine mutmaßliche Schleuserorganisation vor, die Dutzende Ausländer, hauptsächlich aus Syrien, auf illegale Weise ins Land gebracht haben soll.
Ermittlungen laufen in Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, im Saarland und in Schleswig-Holstein, wie die Polizei in München am Dienstag mitteilte.
Die Fahnder wurden demnach bereits im September 2020 auf die Schleuser aufmerksam: Auf der Bundesautobahn 17 von Prag nach Dresden wurden damals zwei Einschleusungshandlungen mit insgesamt 17 unerlaubt eingereisten Personen aus Syrien und Ägypten unterbunden.
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Hinter den beiden Taten soll eine Schleuserorganisation stecken. Die Polizei konnte nach eigenen Informationen fünf weitere Beschuldigte feststellen, die in insgesamt acht Schleusungen auch im Bereich Passau und Freilassing 57 Personen zur illegalen Einreise verholfen haben sollen.
„Der Tatvorwurf gegen die syrischen Beschuldigten im Alter von 19 bis 37 Jahren lautet dabei auf Einschleusen von Ausländern, in Teilen banden- und gewerbsmäßig ausgeführt“, so die Mitteilung.
Gegen den Kopf der Schleuserbande ermittle die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung München im Auftrag der Staatsanwaltschaft Landshut. Dem 34-Jährigen werde die Organisation von mindestens sechs Schleusungen vorgeworfen, über die insgesamt mindestens 43 Personen ins Land gekommen seien.
Die Geschleusten stammten laut der Polizei vorwiegend aus Syrien und wurden teilweise mit Lastwagen bis nach Deutschland gebracht. Im Rahmen der Ermittlungen haben die Staatsanwaltschaften Dresden, Traunstein und Landshut Durchsuchungsbeschlüsse für insgesamt sechs Objekte in Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, im Saarland und in Schleswig-Holstein erwirkt.
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