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UN-Generalsekretär: Pandemie stürzte 88 Millionen in Armut

© SNA / Wladimir AstapkowitschAntonio Guterres
Antonio Guterres  - SNA, 1920, 11.01.2021
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Aufgrund der Coronavirus-Pandemie befinden sich laut dem UN-Generalsekretär António Guterres 88 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze, 270 Millionen sind von einem Mangel an Nahrungsmitteln bedroht.
„Die Covid-19-Pandemie hat die Armen und Benachteiligten, ältere Menschen und Kinder, Menschen mit Behinderungen und alle Arten von Minderheiten überproportional und schwer getroffen. Sie hat etwa 88 Millionen Menschen in Armut gestürzt, mehr als 270 Millionen sind in Bezug auf Ernährungssicherheit stark bedroht“, sagte Guterres am Sonntag während einer Veranstaltung zum 75. Jahrestag des ersten Treffens der UN-Generalversammlung in London.
Der UN-Generalsekretär erinnerte daran, dass er auf internationaler Ebene einen „neuen globalen Deal“ gefordert hat. „Es ist notwendig, Macht, Ressourcen und Chancen besser zu verwalten und gerechter zu verteilen. Entwicklungsländer sollten eine proportionale Rolle in globalen Institutionen spielen“, unterstrich er.
„Auf nationaler Ebene habe ich zu einem neuen Gesellschaftsvertrag zwischen Menschen, Regierungen, dem Privatsektor, der Zivilgesellschaft aufgerufen [...] um Ungleichheitsquellen durch eine gerechte Besteuerung von Einkommen und Vermögen, durch universelle Güter und Chancen für alle zu beseitigen“, fügte er hinzu.
Spritzen mit Corona-Vakzine in einem Impfezentrum, Burgbernheim, Dezember 2020 - SNA, 1920, 11.01.2021
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Darüber hinaus betonte der Generalsekretär die Notwendigkeit größerer Maßnahmen angesichts dringender Probleme, einschließlich der Pandemie. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab es inzwischen weltweit fast zwei Millionen COVID-19-Todesfälle.
Guterres verglich dieses Jahr mit 1945: Heute gibt es ihm zufolge auch einen Krieg gegen das Coronavirus. „Wir erleben einen Moment wie im Jahr 1945“, sagte der Generalsekretär.
„Aber das ist nicht 1945. Der heutige Krieg wird gegen ein mikroskopisch kleines Virus geführt. Morgen könnte (ein Krieg – Anm.d.Red.) gegen Terroristen im Cyberspace beginnen. Und wir verlieren immer noch den langen Kampf mit dem Klimawandel“, sagte er.
Obwohl der UN-Chef die Pandemie als „eine menschliche Tragödie“ bezeichnete, betonte er, dass dies eine Gelegenheit sein könne, eine nachhaltigere und gerechtere Welt zu erreichen. Jeglicher Konflikt sei nicht mehr nur eine Frage der militärischen und wirtschaftlichen Macht, sagte er. Die Notwendigkeit einer internationalen Zusammenarbeit bleibe bestehen.
„In unserer vernetzten Welt brauchen wir einen multilateralen Ansatz. Wir müssen unser globales System in eine globale Partnerschaft verwandeln“, betonte Guterres.
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