Türkei und Griechenland nehmen Verhandlungen zum Gasstreit auf

© REUTERS / YORUK ISIKTürkisches Forschungsschiff "Oruc Reis" (Archiv)
Türkisches Forschungsschiff Oruc Reis (Archiv) - SNA, 1920, 11.01.2021
Griechenland und die Türkei werden am 25. Januar in Istanbul Sondierungsgespräche zur Beilegung ihres Erdgasstreits aufnehmen. Das teilten die Außenministerien beider Länder zeitgleich am Montagabend mit.
Die neue Runde der griechisch-türkischen Gespräche wurde zuvor vom türkischen Außenamtschef Mevlüt Cavusoglu im türkischen Fernsehen angekündigt.

„Mit dem heutigen Tag laden wir Griechenland dazu ein, mit den Erkundungsgesprächen, von denen die erste Sitzung im Januar stattfinden soll, anzufangen“, wurde Cavusoglu von der Deutschen Presse-Agentur zitiert.

Aus Sicht der griechischen Regierung soll es bei den Gesprächen nur um die Differenzen über die Ausschließlichen Wirtschaftszonen der Länder gehen, um zu klären, wer wo Erdgas und andere Bodenschätze ausbeuten darf.
EU Flagge (Symbolbild) - SNA, 1920, 11.12.2020
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Kernpunkt des Streits ist die Suche der Türkei nach Erdgas unweit griechischer Inseln. Athen behauptet, dass die Arbeiten in seinem Territorialgewässer geführt würden. Ankara beansprucht das Recht auf die Erkundung für sich, weil umstrittene Gebiete „zum türkischen Festlandsockel gehören“.
Andere strittige Bereiche, darunter die von der Türkei geforderte Demilitarisierung griechischer Inseln in der Ostägäis, der legale Status mancher kleinerer Inseln, die als griechisch gelten, sowie die Aufteilung des Luftraums über der Ägäis will Athen bei den Sondierungsgesprächen nicht behandeln.
Der 2020 wieder aufgeflammte Konflikt zwischen beiden Ländern hat sich zuletzt beruhigt, nachdem die Türkei ihr Forschungsschiff „Oruc Reis“ aus den umstrittenen Gewässern zurückgezogen hatte.
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