Tschechien stoppt Einäscherung von Leichen aus Ausland

© REUTERS / JIRI SKACELEin Krematorium in Ostrava, Tschechien
Ein Krematorium in Ostrava, Tschechien - SNA, 1920, 11.01.2021
Aufgrund der wieder steigenden Todeszahlen in Verbindung mit dem Coronavirus verbietet Tschechien die Einfuhr von Leichnamen zur Einäscherung aus den Nachbarstaaten.
Die Maßnahme werde von Dienstag an und vorerst bis zum 22. Januar gelten, teilte das tschechische Ministerium für Regionalentwicklung am Montag mit. Vor allem Krematorien im Grenzgebiet zu Deutschland, Österreich und Polen hätten ihre Leistungen auch im benachbarten Ausland angeboten, hieß es.
Der Grund für die Einschränkungen sei der erwartete weitere Anstieg der Todeszahlen in Tschechien, so die Regionalministerin Klara Dostalova. Mehrere der landesweit 27 Krematorien seien nahe an ihrer Kapazitätsgrenze oder hätten diese bereits erreicht. Unter normalen Umständen könnten bis zu 700 Einäscherungen täglich vorgenommen werden. Diese Zahl solle nun auf 800 erhöht werden.
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Tschechien ist derzeit besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffen. Am Montag meldeten die Behörden 4283 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie gab es mehr als 835.000 bestätigte Infektionen und 13.272 Todesfälle. Der EU-Mitgliedstaat hat rund 10,7 Millionen Einwohner.
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