Pelosi nannte Trump „Putins Magd“

© SNA / Alexej Witwitski / Zur BilddatenbankNancy Pelosi
Nancy Pelosi - SNA, 1920, 11.01.2021
Die Sprecherin des Repräsentantenhauses der USA Nancy Pelosi hat Staatschef Donald Trump als „Magd“ des russischen Präsidenten Wladimir Putin bezeichnet. Sie äußerte außerdem die Vermutung, dass Russland über belastendes Material gegen Trump verfügt.

„Ich weiß nicht, was die Russen über Präsident Trump haben – etwas Persönliches, Politisches, Finanzielles. (...) Es gibt keine andere Erklärung, warum der US-Präsident in solch einem Ausmaß Putins Magd ist“, äußerte Pelosi in einem Interview mit dem TV-Sender CBS.

Darüber hinaus bezeichnete sie Trump als „verrückt“ und forderte strafrechtliche Konsequenzen für ihn.
„Leider ist der Mann, der die Exekutive leitet, ein verrückter, unausgeglichener, gefährlicher Präsident der USA. Es wird noch einige Tage dauern, bis wir uns gegen ihn verteidigen können. Aber er hat etwas so Ernstes getan, dass eine strafrechtliche Verfolgung gegen ihn erforderlich ist“, fügte Pelosi hinzu.
Anhänger des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump beim Kapitol-Sturm am 6. Januar - SNA, 1920, 07.01.2021
Krawall am Kapitol Teil marktradikaler Kriegführung? – Soziologin Milev zur Lage in den USA
Die Demokraten werfen Trump seit langer Zeit ein „Komplott“ mit Russland vor. Das Weiße Haus wie auch der Kreml haben das bestritten. Sonderermittler Robert Mueller, dessen zweijährige Untersuchung im Justizministerium 2019 endete, fand ebenfalls keine Beweise für illegale Absprachen der Trump-Kampagne mit Russland.

Ausschreitungen am US-Kapitol

Am vergangenen Mittwoch stürmten Anhänger des scheidenden Präsidenten Donald Trump das US-Parlamentsgebäude Kapitol, als dort die Prozedur der formellen Bestätigung von Joe Biden als gewählter Präsident lief. Trump hatte sich bei einer Kundgebung an Tausende seiner Anhänger gewandt, behauptet, die Wahl sei manipuliert worden, und zu einem Marsch zum Kapitol aufgerufen, um „schwache Republikaner zu unterstützen“.
Die Protestler griffen die Bereitschaftspolizei mit Rohren und chemischen Reizstoffen an. Die Mitglieder des Senats und des Repräsentantenhauses mussten in Sicherheit gebracht werden. Die Polizei setzte Tränengas und Betäubungsgranaten gegen die Demonstranten ein.
Fünf Menschen kamen im Zusammenhang mit den Ausschreitungen ums Leben, darunter eine Frau, die von der Polizei erschossen wurde, und ein Polizist. Das Gebäude des US-Kongresses erlitt einen materiellen Schaden.
Trump verurteilte die Krawalle seiner Anhänger bei der Erstürmung des Regierungsgebäudes und erkannte das Wahlergebnis vom 3. November an.
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