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Unter Corona-Auflagen: Luxemburg-Liebknecht-Demonstration zieht zur Gedenkstätte der Sozialisten

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Seit 1919 gedenken linke Parteien, Organisationen und Menschen der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Auch 2021 gab es einen Demonstrationszug zu ihren Ehren – trotz Covid-19 und Zusammenstößen mit der Polizei – zu ihrer Grabstätte am Zentralfriedhof Friedrichsfelde. SNA News begleitete fotografisch den Zug.
Seit der Ermordung der Spartakusführer und Mitbegründer der ersten Kommunistischen Deutschen Partei (KPD), Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, am 15. Januar 1919 gab es mit wenigen Ausnahmen jedes Jahr eine Gedenkveranstaltung. Diese bezog nach seinem Tod im Januar 1924 auch den Revolutionsführer und das Oberhaupt der Sowjetunion Wladimir Iljitsch Lenin mit ein – zur Lenin-Luxemburg-Liebknecht-Demonstration („LLL-Demo“). In der Deutschen Demokratischen Republik wurden diese Veranstaltungen staatlich organisiert und waren teilweise verpflichtend für verschiedene ihrer Organisationen. Nach der Wende mobilisierte vor allem die damalige PDS noch die Märsche zur Gedenkstätte der Sozialisten im Zentralfriedhof Friedrichsfelde. Ab 1996 wurde mit der Rosa-Luxemburg-Konferenz eine international wichtige Veranstaltung der Linken mit der „LL-Demo“ verknüpft.
Viele Linke fragten sich, ob aufgrund der verschärften Corona-Pandemie dieses Jahr die „LL-Demo“ stattfinden werde und wenn ja, die Zahlen von 2020 erreichen würde – man sprach damals von circa 5000 Teilnehmern. Der Berliner Landesverband der „Die Linke“ hatte am 31. Dezember letzten Jahres angekündigt, seine Teilnahme an der Veranstaltung zugunsten einer eigenen am 14. März zu verschieben, knapp 150 Jahre nach Rosa Luxemburgs Geburt. So blieb es bei kleineren Organisationen und Parteien, die Lücken der Linkspartei zu füllen, soweit es das eigene Hygienekonzept zuließ - oder die Kleidung, wie sich zeigte. Es war neben unter anderem der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), Ablegern internationaler sozialistischer Parteien oder Organisationen, auch die Freie Deutsche Jugend (FDJ) vertreten.
Mit den typischen Blauhemden sowie einer eigenen Kapelle traf die FDJ zum Veranstaltungsbeginn um 10:00 Uhr am Frankfurter Tor ein und wurde kurz darauf von der Berliner Polizei ins Auge gefasst. Letztere behauptete, dass die Symbole der Gruppe unter den Paragraphen 86a (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) fallen würden und forderte dazu auf, diese von der Demonstration zu entfernen. In der Tat wurde die FDJ, fester Teil der Jugend in der DDR, 1951 in der alten Bundesrepublik verboten, allerdings wurden 2014 zwei FDJ-Mitglieder in einem Prozess von dem Vorwurf freigesprochen. Noch pikanter ist es, wenn man bedenkt, dass die gleiche Polizei am 3. Oktober 2020 eine Demonstration der Gruppe ohne Vorfälle begleitete.
Da weder die Blauhemden noch Fahnen der FDJ aus der Demonstration verschwanden, drang die Beweis- und Festnahmeeinheit (BFE) dort ein, um jene Teilnehmer in Gewahrsam zu nehmen und die Materialien zu konfiszieren. Ein Teil der Demonstration reagierte darauf mit Menschenketten und griff Beamte mit Gegenständen oder Knallkörpern an. Im Zuge der gut einstündigen Zusammenstöße wurden laut Polizei 56 Anzeigen erstattet, 32 Menschen festgenommen und von 230 eingesetzten Kollegen 17 verletzt, zwei von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Über verletzte Demonstranten gibt es aktuell keine Angaben.
Gegen 11:00 Uhr entspannte sich die Lage und das FDJ-Logo war in der Demonstration nicht mehr zu sehen. Die inzwischen geschätzt 1500 bis 2000 Teilnehmer begannen, größtenteils das Hygienekonzept einhaltend, ihren Weg Richtung Bahnhof Lichtenberg entlang der Frankfurter Allee. Auf der Route zur und an der Gedenkstätte der Sozialisten selbst gab es keine weiteren Vorkommnisse, die Polizei ermahnte ab und zu Gruppen zum Einhalten der Abstandsregeln oder kontrollierte für sie verdächtige Teilnehmer. Die Demonstration wurde aufgelöst, es gab noch eine Abschlusskundgebung vor dem Eingangstor.
© SNA / Ruben Kindel

Nach den Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten dauerte es noch, bis das eigentliche Hygienekonzept eingehalten wurde.

Nach den Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten dauerte es noch, bis das eigentliche Hygienekonzept eingehalten wurde. - SNA
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Nach den Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten dauerte es noch, bis das eigentliche Hygienekonzept eingehalten wurde.

© SNA / Ruben Kindel

Aus Furcht vor weiteren Maßnahmen der Polizei bildete ein Teil der Demonstration ein Sicherheitsspalier mit Transparenten.

Aus Furcht vor weiteren Maßnahmen der Polizei bildete ein Teil der Demonstration ein Sicherheitsspalier mit Transparenten. - SNA
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Aus Furcht vor weiteren Maßnahmen der Polizei bildete ein Teil der Demonstration ein Sicherheitsspalier mit Transparenten.

© SNA / Ruben Kindel

Die anderen Teilnehmer und Organisationen richteten sich nach dem Hygienekonzept.

Die anderen Teilnehmer und Organisationen richteten sich nach dem Hygienekonzept. - SNA
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Die anderen Teilnehmer und Organisationen richteten sich nach dem Hygienekonzept.

© SNA / Ruben Kindel

Durch den Entschluss der Partei „Die Linke“, ihre Ehrung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts auf den März zu verschieben, traten andere Parteien und Gruppen stärker in den Vordergrund.

Durch den Entschluss der Partei „Die Linke“, ihre Ehrung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts auf den März zu verschieben, traten andere Parteien und Gruppen stärker in den Vordergrund. - SNA
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Durch den Entschluss der Partei „Die Linke“, ihre Ehrung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts auf den März zu verschieben, traten andere Parteien und Gruppen stärker in den Vordergrund.

© SNA / Ruben Kindel

Das traditionelle Frontbanner der „LL-Demo“ erinnert daran, dass bei dieser Demonstration auch der Revolutionär und erste Staatschef der UdSSR, Wladimir Lenin, geehrt wird.

Das traditionelle Frontbanner der „LL-Demo“ erinnert daran, dass bei dieser Demonstration auch der Revolutionär und erste Staatschef der UdSSR, Wladimir Lenin, geehrt wird. - SNA
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Das traditionelle Frontbanner der „LL-Demo“ erinnert daran, dass bei dieser Demonstration auch der Revolutionär und erste Staatschef der UdSSR, Wladimir Lenin, geehrt wird.

© SNA / Ruben Kindel

Auf der Demonstration setzten sich verschiedene Gruppen für Abrüstung und Dialog mit Russland ein.

Auf der Demonstration setzten sich verschiedene Gruppen für Abrüstung und Dialog mit Russland ein. - SNA
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Auf der Demonstration setzten sich verschiedene Gruppen für Abrüstung und Dialog mit Russland ein.

© SNA / Ruben Kindel

Die 1919 ermordeten Revolutionsführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht sind Mitbegründer der ersten deutschen Kommunistischen Partei, KPD, Anfang 1919.

Die 1919 ermordeten Revolutionsführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht sind Mitbegründer der ersten deutschen Kommunistischen Partei, KPD, Anfang 1919. - SNA
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Die 1919 ermordeten Revolutionsführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht sind Mitbegründer der ersten deutschen Kommunistischen Partei, KPD, Anfang 1919.

© SNA / Ruben Kindel

Unterstützer sozialistischer Staaten wie Venezuela waren ebenso auf der Demonstration zu sehen.

Unterstützer sozialistischer Staaten wie Venezuela waren ebenso auf der Demonstration zu sehen. - SNA
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Unterstützer sozialistischer Staaten wie Venezuela waren ebenso auf der Demonstration zu sehen.

© SNA / Ruben Kindel

Teilnehmer der Demonstration unterstützten aber auch autonome Republiken wie bspw. die Volksrepublik Donezk.

Teilnehmer der Demonstration unterstützten aber auch autonome Republiken wie bspw. die Volksrepublik Donezk. - SNA
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Teilnehmer der Demonstration unterstützten aber auch autonome Republiken wie bspw. die Volksrepublik Donezk.

© SNA / Ruben Kindel

Teilnehmer der Demonstration unterstützten aber auch autonome Republiken wie bspw. die Volksrepublik Donezk.

Teilnehmer der Demonstration unterstützten aber auch autonome Republiken wie bspw. die Volksrepublik Donezk. - SNA
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Teilnehmer der Demonstration unterstützten aber auch autonome Republiken wie bspw. die Volksrepublik Donezk.

© SNA / Ruben Kindel

Eine Kapelle spielte zwischenzeitlich Arbeiterlieder.

Eine Kapelle spielte zwischenzeitlich Arbeiterlieder. - SNA
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Eine Kapelle spielte zwischenzeitlich Arbeiterlieder.

© SNA / Ruben Kindel

Ein Kranz vor dem Eingang zur Gedenkstätte der Sozialisten.

Ein Kranz vor dem Eingang zur Gedenkstätte der Sozialisten. - SNA
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Ein Kranz vor dem Eingang zur Gedenkstätte der Sozialisten.

© SNA / Ruben Kindel

Das Rondell mit den Gedenkplatten herausragender revolutionärer oder sozialistischer Personen vor Ankunft der Demonstration.

Das Rondell mit den Gedenkplatten herausragender revolutionärer oder sozialistischer Personen vor Ankunft der Demonstration. - SNA
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Das Rondell mit den Gedenkplatten herausragender revolutionärer oder sozialistischer Personen vor Ankunft der Demonstration.

© SNA / Ruben Kindel

Im inneren Rondell befinden sich neben den Gedenkplatten für Otto Grotewohl, Wilhelm Pieck oder Franz Mehring natürlich auch die für …

Im inneren Rondell befinden sich neben den Gedenkplatten für Otto Grotewohl, Wilhelm Pieck oder Franz Mehring natürlich auch die für … - SNA
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Im inneren Rondell befinden sich neben den Gedenkplatten für Otto Grotewohl, Wilhelm Pieck oder Franz Mehring natürlich auch die für …

© SNA / Ruben Kindel

… die ermordeten Spartakus-Anführer Karl Liebknecht und …

… die ermordeten Spartakus-Anführer Karl Liebknecht und … - SNA
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… die ermordeten Spartakus-Anführer Karl Liebknecht und …

© SNA / Ruben Kindel

… Rosa Luxemburg sowie …

… Rosa Luxemburg sowie … - SNA
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… Rosa Luxemburg sowie …

© SNA / Ruben Kindel

… für den 1944 im KZ-Buchenwald ermordeten KPD-Führer Ernst Thälmann.

… für den 1944 im KZ-Buchenwald ermordeten KPD-Führer Ernst Thälmann. - SNA
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… für den 1944 im KZ-Buchenwald ermordeten KPD-Führer Ernst Thälmann.

© SNA / Ruben Kindel

Mit der Ankunft der Demonstration war vorgesehen, dass die Besucher des Rondells möglichst in einem Rundgang an den Gedenkplatten vorbeilaufen und wieder gehen, um den Mindestabstand zu gewährleisten.

Mit der Ankunft der Demonstration war vorgesehen, dass die Besucher des Rondells möglichst in einem Rundgang an den Gedenkplatten vorbeilaufen und wieder gehen, um den Mindestabstand zu gewährleisten. - SNA
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Mit der Ankunft der Demonstration war vorgesehen, dass die Besucher des Rondells möglichst in einem Rundgang an den Gedenkplatten vorbeilaufen und wieder gehen, um den Mindestabstand zu gewährleisten.

© SNA / Ruben Kindel

Nach dem Besuch konnten viele die Blumenpracht in und um die Gedenkstätte bewundern.

Nach dem Besuch konnten viele die Blumenpracht in und um die Gedenkstätte bewundern. - SNA
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Nach dem Besuch konnten viele die Blumenpracht in und um die Gedenkstätte bewundern.

© SNA / Ruben Kindel

Vor der Gedenkstätte versuchte die Deutsche Kommunistische Partei (DKP), Stimmen für die anstehenden Landtags- und Bundestagswahlen zu gewinnen.

Vor der Gedenkstätte versuchte die Deutsche Kommunistische Partei (DKP), Stimmen für die anstehenden Landtags- und Bundestagswahlen zu gewinnen. - SNA
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Vor der Gedenkstätte versuchte die Deutsche Kommunistische Partei (DKP), Stimmen für die anstehenden Landtags- und Bundestagswahlen zu gewinnen.

© SNA / Ruben Kindel

Es gab zudem auch Transparente, die ein Ende der aggressiven NATO-Politik gegenüber Russland forderten.

Es gab zudem auch Transparente, die ein Ende der aggressiven NATO-Politik gegenüber Russland forderten. - SNA
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Es gab zudem auch Transparente, die ein Ende der aggressiven NATO-Politik gegenüber Russland forderten.

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