Kubicki: Reichstag mit Lockdown-System und Panzerglas geschützt

© AP Photo / Michael SohnDeutscher Bundestag
Deutscher Bundestag - SNA, 1920, 11.01.2021
Nach den Ausschreitungen in Washington ist die Sicherheit des Reichstags in Berlin verstärkt worden. Laut Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Kubicki ist das Gebäude ausreichend geschützt und ein Sturm wie auf das US-Kapitol in Washington unmöglich.
„Was auf dem Kapitol passiert ist, ist im Reichstag unmöglich“, sagte der FDP-Politiker der „Berliner Zeitung“ (Montag).
„Wir haben hier ein System, das es in Washington nicht gibt. Wir haben ein Lockdown-System. Bei uns werden mit einer Schaltung alle Zugänge zum Deutschen Bundestag verriegelt. Die Glasscheiben sind Panzerglas. Das geht rasend schnell. Niemand kommt rein und niemand raus“, zitiert ihn dpa.
Als Reaktion auf den Sturm auf das US-Kapitol in Washington hat die Berliner Polizei ihre Präsenz zum Schutz des Bundestages erhöht.
„Die Berliner Landespolizei hat eine Verstärkung ihrer Kräfte im Umfeld des Reichstagsgebäudes bereits veranlasst“, erläuterte Parlamentspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) den Bundestagsabgeordneten in einem Schreiben, das der „Bild am Sonntag“ vorliegt.
Er selbst habe vom Auswärtigen Amt einen Bericht über die Ausschreitungen in den USA erbeten und werde „mit dem Bund und dem Land Berlin klären lassen, welche Schlüsse daraus für die Sicherung des Bundestages zu ziehen sind“, so Schäuble laut dpa.
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Ein Polizeisprecher hatte bereits am Donnerstag mitgeteilt, die Schutzmaßnahmen für wichtige Gebäude in der Hauptstadt würden „angepasst“. Das betreffe etwa das Reichstagsgebäude und Objekte der USA. „Sollte die Berliner Polizei weitere Hilfe anfordern, steht die Bundespolizei bereit“, teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums den Zeitungen der Funke Mediengruppe mit.
In Washington waren Anhänger des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump am Mittwoch in das Parlamentsgebäude Kapitol eingedrungen und hatten die Sitzung zur Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden gestört. Wie SNA bereits berichtete, griffen die Demonstranten die Bereitschaftspolizei mit Rohren und chemischen Reizstoffen an. Vier Menschen kamen dabei ums Leben – darunter eine Frau, die von der Polizei erschossen wurde.
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