Flugzeugunglück in Indonesien: Erstes Opfer identifiziert

© AP Photo / Dita AlangkaraFlugzeugabsturz in Indonesien: Ermittler untersuchen Trümmer der Boeing 737-500
Flugzeugabsturz in Indonesien: Ermittler untersuchen Trümmer der Boeing 737-500 - SNA, 1920, 11.01.2021
Nach dem Flugzeugunglück in Indonesien haben Einsatzkräfte ein erstes Todesopfer identifiziert. Das teilte Polizeisprecher Rusdi Hartono am Montag laut dpa mit. Bei dem Absturz am Samstag waren wahrscheinlich alle 62 Insassen der Boeing 737-500 der Billigairline Sriwijaya Air ums Leben gekommen.
Angehörige stellten DNA-Proben bereit, um bei der Identifizierung der Toten zu helfen. Nach Informationen der nationalen Such- und Rettungsagentur wurden bislang Teile einer zerstörten Turbine, zahlreiche Trümmerteile und 40 Behälter mit menschlichen Überresten an Land gebracht.
„Unser Fokus liegt darauf, die Leichen der Opfer zu bergen“, sagte Behördenchef Bagus Puruhito laut dpa.
Die Maschine sollte am Samstagnachmittag (Ortszeit) von der Hauptstadt Jakarta nach Pontianak auf Borneo fliegen, als sie kurz nach dem Start im Meer zerschellte. Trümmer wurden in der Javasee nahe der Insel Laki in 23 Metern Tiefe entdeckt.
Mitarbeiter des indonesischen Roten Kreuzes versprühen Desinfektionsmittel  während der Such- und Rettungsarbeiten vor der Küste  nahe des Hafens von Tanjung Priok, nachdem eine Boeing 737-500 der Fluggesellschaft Sriwijaya Air am 9. Januar  in die Javasee gestürzt war.  - SNA, 1920, 11.01.2021
Flugzeugabsturz in Indonesien: Zerbrach die Maschine beim Aufprall aufs Wasser?
Nach Informationen der betroffenen Fluggesellschaft Sriwijaya Air waren 56 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder an Bord. Flugdaten des schwedischen Internetdienstes Flightradar24 zeigten, dass die Maschine nach dem Start innerhalb von einer Minute mehr als 3300 Meter Höhe verloren hatte.
Nach Angaben der indonesischen Wetterbehörde war die Maschine nach dem Start in Turbulenzen geraten.
Taucher versuchten derweil weiter, den Flugschreiber aus der Javasee zu bergen. Die Black Box war bereits am Sonntag geortet worden. „Aber wir müssen erst Trümmerteile aus dem Weg räumen, die scharfkantig sind und die Taucher gefährden könnten“, zitiert dpa einen Marinesprecher. Daten aus dem Flugschreiber sollen den Behörden bei der Suche nach der Unglücksursache helfen.
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