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Bergkarabach: Armenien, Aserbaidschan und Russland über Zukunft der Region einig

© SNA / Michali Klimentjew / Zur BilddatenbankBergkarabach-Verhandlungen in Moskau. Von l. nach r.: Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan, der aserbaaidschanische Präsidenet Ilcham Alijew und Russlands Staatschef Wladimir Putin. Kreml, 11. Januar 2021
Bergkarabach-Verhandlungen in Moskau. Von l. nach r.: Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan, der aserbaaidschanische Präsidenet Ilcham Alijew und Russlands Staatschef Wladimir Putin. Kreml, 11. Januar 2021 - SNA, 1920, 11.01.2021
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Die verfeindeten Südkaukasusrepubliken Armenien und Aserbaidschan haben sich unter Vermittlung Russlands über die Entwicklung der seit Jahrzehnten umstrittenen Region Bergkarabach geeinigt. Das geht aus einer Erklärung hervor, die am Montag in Moskau bei den Verhandlungen der führenden Repräsentanten der drei Länder unterzeichnet wurde.
Russlands Präsident Wladimir Putin zufolge wird ein Plan zur Umsetzung eines dahin gehenden Abkommens in nächster Zeit von den Vizeregierungschefs der drei Länder präsentiert. Es gehe um die Wiederherstellung der ökonomischen und handelspolitischen Beziehungen sowie der Transportverbindungen, aber auch um die Öffnung der Grenzen in Bergkarabach, sagte Putin.
„Ich bin sicher, dass die Umsetzung dieser Abkommen dem armenischen und dem aserbaidschanischen Volk sowie der Region als Ganzes nur zugutekommen würde. Folglich wird auch Russland davon profitieren“, erklärte der russische Präsident.
Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan sagte dazu, dass die beim Treffen im Kreml erzielten Vereinbarungen „zusätzliche Sicherheitsgarantien für Karabach schaffen und auch helfen werden, die Wirtschaft der Region grundlegend zu ändern“.
Ein halbzerstörtes HAus in der Stadt Martakert in Bergkarabach (Archivbild) - SNA, 1920, 10.01.2021
Trilaterale Gespräche: Putin, Alijew und Paschinjan sprechen in Moskau über Bergkarabach
Zwei Monate nach dem Ende der Kampfhandlungen um Karabach betonten die drei Spitzenpolitiker, dass das Waffenstillstandsabkommen weitgehend eingehalten werde. Es seien aber noch nicht alle Punkte umgesetzt, sagte Paschinjan. Besonders die Frage der armenischen Kriegsgefangenen in Aserbaidschan sei schmerzhaft für sein Land.
„Die russischen Friedenssoldaten in Bergkarabach erfüllen strikt ihre Verpflichtungen gegenüber den beiden Seiten“, sagte Putin nach Abschluss der Gespräche in Moskau. Dank diesem Engagement haben bislang rund 48.000 Flüchtlinge heimkehren können, fügte er hinzu.
Paschinjan sprach sich für Verhandlungen über den Status der Region aus, der immer noch ungewiss sei. Eriwan sei zu den Gesprächen jederzeit bereit.
Aserbaidschans Präsident Ilcham Alijew zufolge würde die in der Erklärung vorgesehene Wiederherstellung der Transportverbindungen in der Region den Interessen von Eriwan und Baku Rechnung tragen.
„Das ist der Bereich, der die dynamische Entwicklung der gesamten Region nur beschleunigen könnte und die allgemeine Sicherheit festigen würde. Denn die Wiedereröffnung derTransportwege ist im Interesse der Völker Aserbaidschans, Armeniens, Russlands und aller unserer Nachbarn.“
Der aserbaidschanische Staatschef sei sicher, dass sich Nachbarländer am Ausbau des Transportnetzes der Region aktiv beteiligen würden.
Die Bergkarabach-Hauptstadt Stepanakert nach einem Beschuss seitens Aserbaidschan (Archivbild) - SNA, 1920, 23.12.2020
Bergkarabach beklagt enormen Wirtschaftsschaden nach armenisch-aserbaidschanischem Konflikt
Alijew und Paschinjan waren am frühen Montagmorgen zu Verhandlungen mit Putin in Moskau eingetroffen. Das der Lage in Bergkarabach gewidmete Treffen fand auf Initiative des russischen Präsidenten statt. Die Gespräche dauerten knapp vier Stunden.
Aserbaidschan und Armenien streiten seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion vor rund 30 Jahren um Bergkarabach, das überwiegend von christlichen Armeniern bewohnt ist, aber völkerrechtlich zum islamisch geprägten Aserbaidschan gehört.
Die neuen Kämpfe hatten am 27. September begonnen und dauerten bis zum 9. November. Insgesamt starben auf beiden Seiten weit mehr als 4700 Menschen - die meisten davon Soldaten. 2000 russische Friedenssoldaten sorgen seither für die Einhaltung der Waffenruhe.
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