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Nach Google und Apple: Amazon geht nun auch gegen Lieblings-App der Trump-Anhänger vor

© REUTERS / Ralph OrlowskiAmazon in Mannheim
Amazon in Mannheim  - SNA, 1920, 10.01.2021
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Neben Google und Apple schließt nun auch Amazon die bei Anhängern des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump beliebte Blog-App Parler von seinen Diensten aus. Das teilte die Agentur Reuters unter Verweis auf die Cloud Computing-Plattform Amazon Web Services (AWS) mit.
Demnach wird AWS ab Sonntag 23.59 Uhr (Pacific Standard Time/07.59 GMT) dem Nachrichtendienst als Webhost nicht mehr zur Verfügung stehen.
Zuvor hatten Google und Apple das Herunterladen des sozialen Netzwerks Parler bereits blockiert.
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Die Unternehmen führten an, dass die Plattform keine ausreichenden Regelungen zum Schutz vor gefährlichen Inhalten bieten könnte. Apple verwies dabei auf Beiträge von Nutzern, die einen bewaffneten Protest in Washington planten.
Wie aus einer Nachricht von Apple an Parler, über die der Sender CNN am Samstagabend (Ortszeit) berichtete, hervorgeht, hat die Plattform gegen die App-Store-Bedingungen verstoßen.
„Die Prozesse, die Parler eingerichtet hat, um die Verbreitung von gefährlichen und illegalen Inhalten zu moderieren oder zu verhindern, haben sich als unzureichend erwiesen“, so Apple.
Unter anderem seien weiterhin direkte Gewaltandrohungen und Aufrufe zur Anstiftung zu gesetzwidrigen Handlungen gefunden worden, die gegen die Richtlinien verstießen. Parler sei aus dem App Store entfernt worden, bis die Probleme gelöst seien.
Am Freitag hatte sich ein Google-Sprecher auf ähnliche Weise geäußert. Die Richtlinien von Google verlangten, dass Apps mit nutzergenerierten Inhalten über eigene Richtlinien verfügten, um „ungeheuerliche Inhalte wie Beiträge, die zu Gewalt aufrufen, (zu) entfernen“, sagte er.
Angesichts der anhaltenden und akuten Bedrohung der öffentlichen Sicherheit werde Parler nicht mehr bei Google Pla verfügbar sein, bis diese Probleme behoben seien.
Parler ist ein soziales Netzwerk, zu dem viele Trump-Anhänger gewechselt sind, nachdem sie von Diensten wie Twitter ausgeschlossen worden waren.

Twitter sperrt Trump-Konten dauerhaft

Am Freitag hatte der Kurznachrichtendienst Twitter die Konten des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump permanent gesperrt.
Drei Tage nach dem Sturm aufs Kapitol durch Trump-Anhänger begründete Twitter den Schritt damit, dass Trumps jüngste Tweets das Risiko einer weiteren Anstiftung zu Gewalt erkennen ließen.
Twitter Logo - SNA, 1920, 09.01.2021
Twitter sperrt Trump-Konten dauerhaft
Bereits am Mittwoch hatte Twitter dem Präsidenten den Zugang zu seinen Konten verwehrt, nachdem dessen Anhänger gewaltsam in das Kapitol eingedrungen waren, teilte Reuters mit.
Auch die sozialen Netzwerke Facebook und Instagram hatten angekündigt, Trumps Account mindestens bis zum Ende seiner Präsidentschaft am 20. Januar zu blockieren.

Sturm auf Parlamentsgebäude in Washington

Am Mittwoch hatten hunderte Anhänger des scheidenden US-Präsidenten, Donald Trump, das Kapitol in der US-Hauptstadt Washington gestürmt – es kam zu Gewalt, in der Folge starben fünf Menschen.
Indes hat Trump erstmalig das Wahlergebnis vom 3. November anerkannt und eine friedliche Amtsübergabe an seinen Nachfolger Biden zugesagt. Wie die Agentur Reuters am Freitag meldete, verurteilte Trump die Krawalle seiner Anhänger bei der Erstürmung des Parlamentsgebäudes.
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