Arbeitgeberpräsident gegen weitere Einschränkungen für Betriebe

© AP Photo / Michael ProbstFrankfurt
Frankfurt  - SNA, 1920, 10.01.2021
In der Debatte um einen schärferen Lockdown warnt Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger vor weiteren Einschränkungen. Das Land müsse am Laufen gehalten, Insolvenzen sollten vermieden werden.
„Das ist doch absurd. Sie können doch nicht alle Betriebe schließen”, sagt er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Das Land müsse am Laufen gehalten, Insolvenzen sollten vermieden werden.
„Wir müssen die Menschen pandemiegeschützt so gut es geht in Brot und Arbeit halten.”
Rainer Dulger
Arbeitgeberpräsident
Die Betriebe hätten beim Infektionsschutz viel erreicht. Schon jetzt gebe es eine Unverhältnismäßigkeit zwischen überfüllten Skipisten und geschlossenen Geschäften.

Deutsche Wirtschaft muss in den Lockdown

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte am Freitag ein Herunterfahren der Wirtschaft gefordert, teilt die Agentur Reuters mit. „Wir müssen jetzt einfach einmal komplett eine Pause machen”, sagte er MDR Aktuell. „Ich sehe keine Alternativen. Der Fehler, den wir in ganz Deutschland gemacht haben, war, dass wir den Dezember nicht genutzt haben, um tatsächlich auch die allgemeine Wirtschaft in eine Pause zu schicken.” Die Last des Lockdowns hätten bisher Gastronomen, Einzelhändler, Kulturschaffende und Kinder getragen. Der Linken-Politiker fügte hinzu, Ansteckungen mit dem Coronavirus gebe es vor allem im Privaten, wo das Vertrauen am Größten sei. Diesen Gefährdungsmoment habe er falsch eingeschätzt.
Euro (Symbolbild) - SNA, 1920, 06.01.2021
Wirtschaft fordert mehr Corona-Hilfen

Dauer der Maßnahmen abhängig von Umsetzung – Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Dauer der Corona-Maßnahmen auch von deren Umsetzung abhängig gemacht. „Je konsequenter wir heute sind, desto schneller werden wir den Zustand der Kontrolle wiederherstellen können, desto kürzer wird die Zeit sein, in der wir mit solchen Einschränkungen leben müssen”, sagte sie in ihrem Podcast und verwies auf die Einschätzung von Wissenschaftlern. Deshalb seien der bis zum 31. Januar verhängte Lockdown und die Einschränkung im Privatbereich wichtig. Merkel betont, dass die Virus-Mutation die Gefahr einer Ausbreitung noch verstärke. Deshalb seien die Maßnahmen zwar hart, aber „zwingend erforderlich”. Bund und Länder werden am 25. Januar erneut über die Corona-Beschränkungen beraten.
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