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Verabreichung zweiter Impfdosis nicht aufschieben – Ständige Impfkommission Deutschlands

© REUTERS / CARLO ALLEGRIImpfung mit Pfizer-Vakzine in New York
Impfung mit Pfizer-Vakzine in New York - SNA, 1920, 09.01.2021
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Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut (RKI) rät davon ab, die zweite Corona-Impfung später zu verabreichen als bisher vorgesehen.
„Die Gabe der 2. Impfstoffdosis soll innerhalb des durch die Zulassungsstudien abgedeckten Zeitraumes (derzeit 42 Tage) erfolgen“, heißt es in einer Aktualisierung der Impfempfehlung der Stiko am Robert Koch-Institut (RKI).
Zuvor hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Behörde beauftragt, zu prüfen, ob die zweite Corona-Spritze auch später verabreicht werden kann als bisher geplant. Die Stiko hält das für keine gute Idee.
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Es sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt unsicher, ob man durch eine Verschiebung der zweiten Impfstoffdosis auf einen späteren Zeitpunkt tatsächlich mehr schwere Erkrankungen und Todesfälle verhindere als durch eine zeitnahe zweite Impfung der Hochrisikogruppen, welche dann zu einem nahezu vollständigen Schutz vor einer Erkrankung führt, erläuterten die Stiko-Experten zur Begründung.
Sollte der empfohlene Abstand zwischen der ersten und der zweiten Impfstoffdosis überschritten worden sein, könne die Impfserie jedoch fortgesetzt werden und müsse nicht neu begonnen werden.

Auch andere Experten gegen Änderung des Abstandes zwischen beiden Impfdosen

Auch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) in Amsterdam hatte bereits darauf verwiesen, dass eine Änderung des Abstandes zwischen beiden Impfdosen eine Änderung der bedingten Marktzulassung und mehr klinische Daten notwendig machen würde.
Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hatte ebenfalls aufgerufen, die vorgeschriebene Verabreichung der zwei Dosen einzuhalten.
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Der Hersteller BioNtech hatte darauf hingewiesen, dass in der Phase-III-Studie Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs nur für den Fall untersucht worden seien, dass die zweite Dosis 21 Tage nach der ersten verabreicht werde.
Die Empfehlung der Stiko setze sich aus der allgemeinen Impfempfehlung und einer Empfehlung zur Priorisierung zusammen. Die Priorisierungsempfehlung habe nur solange Gültigkeit, bis genügend Impfstoff verfügbar sei, wurde betont.

Corona-Stand in Deutschland

In Deutschland wurden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) innerhalb von 24 Stunden (Stand: 09.01.2021, 00:00 Uhr) 24.694 neue Corona-Infektionen registriert. Damit stieg der Zahl der Infektionen auf 1.891.581. Weitere 1089 Todesfälle wurden gemeldet, insgesamt sind damit bislang 39.878 Menschen an dem Virus gestorben. Laut Internetseite des RKI sind rund 1.511.800 Menschen genesen - rund 17.700 mehr als am Vortag.
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