Kramp-Karrenbauer attackiert SPD: „Weg der Vernunft verlassen“

© AP Photo / Od AndersenBundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (Archivfoto)
Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (Archivfoto) - SNA, 1920, 09.01.2021
Im Streit um die Impfstrategie hat Annegret Kramp-Karrenbauer dem Koalitionspartner SPD vorgeworfen, in den Wahlkampf-Modus umgeschaltet zu haben. Die SPD habe „anscheinend den Weg der Vernunft verlassen“, sagte die CDU-Chefin in der „Saarbrücker Zeitung“ (Samstagsausgabe).
Inmitten der Pandemie betreibe die Partei mit der Debatte über das Impfen Wahlkampf, kritisierte Kramp-Karrenbauer.
Mehrere SPD-Politiker, darunter auch Finanzminister Olaf Scholz, hatten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) öffentlich wegen des schleppenden Impfstarts und Engpässen bei der Impfstoffversorgung kritisiert, wie AFP berichtet.
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Schleppender Impfstart: Bund steht im Kreuzfeuer der Kritik
Kramp-Karrenbauer sagte, die Angriffe würden der SPD nicht helfen, sie schadeten aber der Bekämpfung des Coronavirus, „weil es die Verunsicherung schürt“. Die CDU-Chefin forderte den Koalitionspartner auf, sich wieder auf die „Verantwortung fürs Land“ zu konzentrieren.
Auch CSU-Generalsekretär Markus Blume griff die SPD wegen ihrer Attacken auf den Koalitionspartner scharf an.
„Wer mitten in der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg von Corona-Kampf auf Wahlkampf umschaltet, der muss sich fragen lassen, ob er das Format für größere Aufgaben hat“, sagte Blume der „Rheinischen Post“.
Die SPD versuche sich gedanklich bereits auf die Oppositionsarbeit vorzubereiten. „Das tut dem Land nicht gut“, betonte der CSU-Politiker laut AFP.
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