Trump gesteht Niederlage ein und verurteilt Randale, Schärfere Corona-Regeln in Hamburg

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Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 08.01.2021
Trump gesteht Niederlage ein und verurteilt Randale; Schärfere Corona-Regeln in Hamburg; Gesetz gegen Hasskriminalität soll rasch verabschiedet werden; Bei Einreise nach Großbritannien Corona-Test nötig; Fachkräfte-Zuwanderung wegen Corona deutlich gebremst; Nicht sicher wegen Olympia in Tokio
SNA präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

Trump gesteht Niederlage ein und verurteilt Randale

Der derzeitige US-Präsident Donald Trump hat einen Tag nach der Zertifizierung von Joe Bidens Wahlsieg seine Niederlage eingestanden. Gleichzeitig verurteilte er in einem Video die Tumulte im US-Kapitol aufs Schärfste. Die neue Regierung werde am 20. Januar vereidigt, sagte er in einer Video-Ansprache, die er auf Twitter postete. Er konzentriere sich nun auf eine geordnete und reibungslose Machtübergabe. Über den gewalttätigen Aufstand im Kapitol sagte er, das dieser abscheulich gewesen und er über die Gesetzlosigkeit und das Chaos empört gewesen sei. Am Ende seiner Rede sagte er dann vieldeutig zu seinen Anhängern: „Ich weiß, dass ihr enttäuscht seid. Aber unsere Reise hat erst begonnen.“ Nach dem gewalttätigen Sturm auf das Kapitol ist ein Polizist an seinen Verletzungen gestorben. Er ist das fünfte Todesopfer nach den schweren Ausschreitungen.
Anhänger von Donald Trump erstürmen das US-Kapitol - SNA, 1920, 07.01.2021
Lage in USA nach Chaos am Kapitol: Alle Entwicklungen

Schärfere Corona-Regeln in Hamburg

Als erstes Bundesland hat Hamburg um Mitternacht eine verschärfte Corona-Verordnung in Kraft gesetzt. Ab heute dürfen dort Angehörige eines Haushalts nur noch mit einer Person eines anderen Haushalts zusammentreffen. Bisher waren Kontakte auf fünf Menschen aus maximal zwei Haushalten beschränkt. Für Kinder gibt es anders als bisher keine Ausnahme mehr. Der verschärfte Lockdown ist bis Ende Januar befristet. Die Länder setzen mit den neuen Verordnungen die Beschlüsse des Bund-Länder-Treffens vom Dienstag in Landesrecht um.

Gesetz gegen Hasskriminalität soll rasch verabschiedet werden

Nach dem Sturm auf das US-Kapitol in Washington will die große Koalition das Gesetz zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Hasskriminalität im Netz möglichst rasch verabschieden. Es habe sich gezeigt, dass aus Worten bei sozialen Netzwerken Taten werden, sagte Unionsfraktionsvize Thorsten Frei der „Rheinischen Post“. Auch SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese bekräftigte, es sei höchste Zeit, dass das Gesetz in Kraft trete. Das bereits von Bundestag und Bundesrat verabschiedete Gesetz war von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wegen Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts gestoppt worden.

Bei Einreise nach Großbritannien Corona-Test nötig

Die britische Regierung schreibt ab nächster Woche für alle Einreisenden einen negativen Corona-Test vor. Dieser müsse binnen 72 Stunden vor der Abreise vorgenommen werden, hieß es aus London. Es gebe Ausnahmen, etwa für Kinder unter elf Jahren, Lastwagenfahrer und Airline-Besatzungen. Viele Gesundheitsexperten hatten die Londoner Regierung schon seit längerem zu dieser Maßnahme gedrängt, um Fälle eingeschleppter Infektionen zu verringern.

Fachkräfte-Zuwanderung wegen Corona deutlich gebremst

Die dringend benötigte Zuwanderung von Fachkräften aus dem Nicht-EU-Ausland ist wegen der Corona-Pandemie nach Einschätzung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge deutlich gebremst worden. Man sehe nicht die Entwicklung, die man sich gewünscht habe, aber auch keinen kompletten Rückgang. Nach einem Einbruch im Frühjahr zeigt die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte, dass die Prozesse laufen, sagte die zuständige Abteilungsleiterin, Corinna Wicher.

Nicht sicher wegen Olympia in Tokio

Das dienstälteste IOC-Mitglied Richard Pound hat Zweifel an einer Austragung der auf dieses Jahr verschobenen Sommerspiele in Tokio. Er könne sich nicht sicher sein, weil die Wellen des Virus immer noch wie ein Elefant im Raum stünden, wird der Kanadier von der britischen BBC zitiert. Zuvor war in der Olympia-Stadt Tokio erneut der Ausnahmezustand verhängt worden, weil die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf neue Rekordhöhen gestiegen war. Gastgeber Japan und das Internationale Olympische Komitee bekräftigten noch am Donnerstag, an ihren Plänen für sichere und geschützte Spiele im Juli und August festhalten zu wollen.
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