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Warten auf Technik? Schweizer Kantone wollen impfen – IT-Tool des Bundes fehlt

© CC0 / Hans / PixabaySchweizer Flagge
Schweizer Flagge  - SNA, 1920, 08.01.2021
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Sie sind bereit, sie wollen sie. Im Kanton Zürich haben selbst die Ärzte nicht mit so einem Ansturm gerechnet. Aber: Die Zürcher müssen warten. Auf ein IT-Tool vom Bund zur Anmeldung.
Bereits Ende Dezember wurde in der Schweiz die ersten Menschen mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft. Um jedoch richtig loslegen zu können, benötigen die Kantone ein vom Bund versprochenes IT-Tool, das Online-Termine wesentlich leichter aufgleisen lässt. Kommt noch die Schweiz mit ihrem Impfziel durch?
Der Ansturm auf Impfungen im Kanton Zürich war so gewaltig, dass es selbst die Ärzte überrascht hatte. Das „Schweizer Radio und Fernsehen“ (SRF) schreibt, dass es über 100.000 Aufrufe und 60.000 Anrufe alleine beim Ärztetelefon waren – und das in der ersten Stunde. Geimpft werde bisher nur mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer und priorisiert werden Leute über 75 sowie Pflegepersonal.
„Wir haben alles getestet und geprüft und gedacht, dass es reicht. Aber mit einem so großen Ansturm haben wir nicht gerechnet.“ – Natalie Ricki (SVP), Gesundheitsdirektorin Zürich

Online-Anmeldung: nicht möglich

Vorbereitet haben sich auch andere Kantone: So wird im Kanton St. Gallen beispielsweise in Pflege- und Altersheimen geimpft. Eine Anmeldung für Impfungen außerhalb von Pflegeeinrichtungen sei jedoch bisher nicht möglich. Dabei sei der Kanton zum Impfen bereit: St. Gallen habe bereits 9000 Impfdosen für 4500 Personen reserviert, die bis zur dritten Kalenderwoche verwendet werden sollen. Es liege allerdings nicht am Kanton selbst, dass eine Online-Anmeldung noch nicht verfügbar sei, so die Kantonsärztin Marina Jamnicki. „Der Bund hat ein einheitliches IT-Impf-Tool versprochen, mit dem man die Anmeldungen machen kann, dieses haben wir noch nicht bekommen“, zitiert sie das SRF.
Dieses IT-Tool ist nicht nur für den jetzigen Impfstoff nötig, sondern auch für den Moderna-Impstoff, wenn er zugelassen wird, damit sich Menschen auch direkt beim Hausarzt impfen lassen können. Die Packungsgrößen des Moderna-Impfstoffs sind laut dem SRF besser für Hausarztpraxen zugeschnitten – mit 100 statt 1000 Impfdosen. Auch die Hausärzte bereiten sich vor: Sie fertigen Listen mit impfwilligen Patienten an.
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Ziel: Alle bis zum Sommer impfen

Der Präsident des Kinder- und Hausärzteverbands, Phillip Luchsinger, sehe den Ansturm als nicht überraschend an. „Man hat den Leuten Hoffnung gemacht, jetzt haben wir eine Impfung, jetzt wird alles gut“, so Luchsinger zum SRF. Doch so schnell könne man nicht so viele Leute impfen. Gerade in den Anfangsphasen stehen der Schweiz nicht sehr viele Impfdosen zu. So seien bisher 233.000 Impfdosen in der Schweiz eingegangen. Im Januar alleine werden ungefähr eine halbe, im Februar eine ganze Millionen Impfungen erwartet. Das Ziel des Landes ist es bis zum Sommer alle zu impfen, die es wollen.
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