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IS-Rückkehrerin unter Auflagen aus U-Haft entlassen – Tatverdacht besteht weiterhin

© CC0 / Diegoparra / PixabayPolizeiauto (Symbolbild)
Polizeiauto (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.01.2021
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Eine vor Weihnachten inhaftierte junge IS-Rückkehrerin aus Sachsen-Anhalt ist am Freitag frei gekommen. Der Haftbefehl gegen die 21-Jährige wurde gemäß einem Haftprüfungstermin am Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe außer Vollzug gesetzt. Das teilte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft mit.
Die Frau müsse aber Auflagen erfüllen und sich unter anderem regelmäßig bei den Behörden melden, so der Sprecher. Damit endet zwar die Untersuchungshaft, der Haftbefehl besteht aber fort. Er könnte auch wieder in Vollzug gesetzt werden, sollte die Frau sich nicht an die Auflagen halten. Denn der dringende Tatverdacht gegen sie besteht weiterhin.
Die Einwohnerin von Sangerhausen war mit 15 Jahren im März 2015 von zu Hause weggelaufen, um sich in Syrien der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS)* anzuschließen. In der IS-Hochburg Rakka war sie zur „Drittfrau“ eines IS-Geheimdienstlers geworden und hatte zwei Kinder bekommen.
Polizei in Deutschland (Archivbild) - SNA, 1920, 20.12.2020
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Mit ihrem Mann soll sie zeitweise eine jesidische Frau als Sklavin gehalten und diese weiterverkauft haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihr deshalb auch Beihilfe zu einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.
Die junge Frau war am 20. Dezember mit anderen IS-Frauen und Kindern aus Syrien nach Deutschland geflogen und auf dem Flughafen Frankfurt festgenommen worden.
*Islamischer Staat (IS) - Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten

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