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Gericht in Südkorea: Japan soll Entschädigung an ehemalige Sexsklavinnen zahlen

Gericht (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.01.2021
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Gemäß der Entscheidung eines Gerichts in Südkorea soll die Regierung Japans Entschädigung für zwölf Opfer der sexuellen Versklavung durch das japanische Militär im Zweiten Weltkrieg zahlen.
Am Freitag sprach das zentrale Bezirksgericht in Seoul jeder der koreanischen Klägerinnen 100 Millionen Won (74.500 Euro) zu. Südkoreanischen Medien zufolge sind von zwölf betroffenen Frauen nur noch fünf am Leben. Für die bereits gestorbenen Klägerinnen sollen ihre Familien die Entschädigung erhalten.
Laut dem Urteil sei den Opfern „extremer mentaler und physischer Schmerz“ durch das erlittene Unrecht zugefügt worden.
Allerdings ist es eher unwahrscheinlich, dass Japan dieses Urteil anerkennt – die Regierung des Landes hatte sich schon vor dem Prozess geweigert, daran teilzunehmen, und verwies dabei auf die Staatenimmunität, wonach ein Staat nicht über einen anderen zu Gericht sitzen darf. Außerdem sieht Japan das Thema Entschädigung durch einen bilateralen Vertrag von 1965 als abgeschlossen an.
Nach Schätzungen von Historikern wurden im Weltkrieg bis zu 200.000 Frauen, vor allem aus Korea und China, gezwungen, Soldaten der japanischen Kaiserarmee in Frontbordellen zu Diensten zu sein. Heute sind nur noch wenige der inzwischen hochbetagten Opfer am Leben.
Das Verfahren in Südkorea wurde in den vergangenen Jahren immer wieder verschoben, weil Japan sich weigerte, vorbereitende Schriftsätze des Gerichts entgegenzunehmen.
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