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2020: Verheerendes Jahr für Schweizer Arbeitsmarkt – Höchststand im Dezember

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Geschäftsfrau (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.01.2021
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Rückblickend auf das Jahr 2020 kann man für den Dezember festlegen, dass die Schweiz seit 2017 nie eine so hohe Arbeitslosenquote erlebt hat. Sie stieg von 3,3 auf 3,5 Prozent und erreicht somit einen neuen Höchststand – selbst für das Jahr 2020. Auch kommen viele Berufe auf die Meldeliste des Arbeitsvermittlungszentrums RAV.
Durch die Corona-Krise wurde 2020 zu einem verheerenden Jahr für die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Trotz der Bereinigung saisonaler Faktoren stieg die Arbeitslosenquote der Schweiz auf 3,5 Prozent an (November: 3,3 Prozent), schreibt das „Schweizer Radio und Fernsehen“ (SRF). Im Durchschnitt brachte das Jahr 2020 eine Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent auf den Tisch. Im Vergleich zu den 2,3 Prozent zum Vorjahr ist dies eine enorme Steigerung. Dabei seien nur Arbeitslose, die bei der RAV – der Schweizer Arbeitsvermittlungszentrale – gemeldet sind, in dieser Statisik aufgenommen.
Auch sei ein erheblicher Teil der Arbeitnehmenden durch die Corona-Krise zu Kurzarbeit verpflichtet worden. Zahlen, die dem SRF vorliegen, besagen, dass im Oktober 219.388 Personen von der Kurzarbeit betroffen waren. Im April des gleichen Jahres hingegen befanden sich ungefähr eine Millionen Menschen in der Schweiz in Kurzarbeit. Somit wurden laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) die negativen Auswirkungen der Pandemie auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber stark abgedämpft.

Arbeitslosenquote bei den Ausländern besonders hoch

Von den Zahlen des Seco lässt sich entnehmen, dass die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen (15- bis- 24-Jährigen) am wenigsten stark anstieg. Von 3,3 im November stieg es auf 3,4 Prozent im Dezember an. Bei allen anderen Bevölkerungsgruppen von den 25- bis hin zu den 64-Jährigen nahm die Quote um 0,3 Prozentpunkte zu. Vor allem sei die Arbeitslosenquote hoch: Sie stieg von 5,8 auf 6,4 Prozent. Hingegen sei die der Schweizer fast stabil geblieben (von 2,4 auf 2,54).
Um dem entgegenzuwirken, hat das RAV mehr Berufe als meldepflichtig erklärt. So müssten seit dem neuen Jahr mehr Arbeitgeber dem RAV melden, falls sie neue Berufe ausschreiben. Es soll eine Taktik sein, um Arbeitskräften aus dem Inland eine bevorzugte Stellung zu geben. Dabei gelte die Regel, dass alle Berufe mit einer Arbeitslosenquote von mindestens 5 Prozent ab Januar meldepflichtig seien.

„Viele der neu meldepflichtigen Berufsarten fallen in den Bereich von Gastronomie und Beherbergungswirtschaft, welche natürlich besonders stark von der Covid-19-Krise betroffen waren.“

Boris Zürcher
Präsident des Seco
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