Trump nicht fit für weitere 14 Tage im Amt, Erster Einspruch gegen Bidens Sieg zurückgewiesen

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Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 07.01.2021
Trump nicht fit für weitere 14 Tage im Amt; Erster Einspruch gegen Biden Sieg zurückgewiesen; Kramp-Karrenbauer will Bundessicherheitsrat; Auswärtiges Amt warnt Deutsche in USA vor weiteren Gewaltausbrüchen; Wieder Erdbeben in Kroatien; In der deutschen Nordsee leben immer weniger Schweinswale
SNA präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

Trump nicht fit für weitere 14 Tage im Amt

Die Zeitung „Washington Post“ forderte in einem Kommentar, dass Donald Trump aus dem Weißen Haus entfernt werde. Das Blatt schreibt: „Der Präsident ist nicht in der Lage, die nächsten 14 Tage im Amt zu bleiben. Jede Sekunde, in der er die enormen Befugnisse der Präsidentschaft behält, ist eine Bedrohung für die öffentliche Ordnung und die nationale Sicherheit.“ Bei den Ausschreitungen von Anhängern des US-Präsidenten Donald Trump am Kapitol sind nach Angaben der Polizei vier Menschen ums Leben gekommen. Eine Frau sei im Kongressgebäude von einem Polizisten angeschossen worden und später im Krankenhaus gestorben, sagte der Chef der Polizei in der US-Hauptstadt, Robert Contee, in der Nacht. Darüber hinaus wurden heute drei weitere Todesfälle aus der Umgebung des Kapitols gemeldet. Der französische Präsident Emmanuel Macron schrieb auf Twitter, er vertraue auf die Stärke der Demokratie in den USA. Was in Washington passiert ist, sei nicht amerikanisch.
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Erster Einspruch gegen Bidens Sieg zurückgewiesen

Bei den wieder aufgenommenen Beratungen des US-Kongresses zur Zertifizierung der Präsidentschaftswahl vom November ist eine Gruppe republikanischer Senatoren mit einem ersten Einspruch gegen den Sieg des Demokraten Joe Biden gescheitert. Der Widerspruch gegen die Anerkennung der Ergebnisse aus dem Bundesstaat Arizona wurde in der Nacht mit der klaren Mehrheit von 93 gegen sechs Stimmen verworfen. Neben dem Senat musste auch das Repräsentantenhaus über die Resultate aus Arizona abstimmen. Die Zustimmung auch dieser Kammer, in der Bidens Demokraten die Mehrheit stellen, galt als sicher.

Kramp-Karrenbauer will Bundessicherheitsrat

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht sich als Lehre aus der Corona-Krise in der Forderung nach einer zentralen Schaltstelle für die Sicherheit Deutschlands bestärkt. Sie sei der Auffassung, man brauche so etwas wie einen Bundessicherheitsrat auch für solche Situationen. Man brauche einen Ort, an dem man die Organisationen und Behörden zusammennehmen kann, an dem gemeinsame Lagebilder erstellt werden, an dem man die Dinge koordinieren könne, sagte die CDU-Chefin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Sie ist der Ansicht, dass Corona bewiesen habe, dass ein Bundessicherheitsrat ein solcher Ort sein könnte.

Auswärtiges Amt warnt Deutsche in USA vor weiteren Gewaltausbrüchen

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Washington hat das Auswärtige Amt seine Reisehinweise für deutsche Touristen aktualisiert und vor weiteren Gewaltausbrüchen gewarnt. Eine Fortsetzung der Demonstrationen sei sehr wahrscheinlich; Gewalt, inklusive Schusswaffengebrauch, könnte nicht ausgeschlossen werden, schreibt das Ministerium auf seiner Internetseite. Es rät dazu, die Innenstadt zu meiden und sich an die nächtliche Ausgangssperre zu halten. Bei einem Ansturm von Anhängern von US-Präsident Donald Trump auf das Kapitol waren Menschen in das Parlamentsgebäude eingedrungen.
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Wieder Erdbeben in Kroatien

Mehr als eine Woche nach einem verheerenden Erdbeben der Stärke 6,4 hat erneut ein starker Erdstoß die Region südöstlich von Zagreb erschüttert. Das European-Mediterranean Seismological Centre gab die Stärke mit 5,0 an. Das Epizentrum habe demnach in der kroatischen Kleinstadt Petrinja, 45 Kilometer südöstlich der Hauptstadt des Landes, gelegen. Der Ort war bereits durch das Beben am 29. Dezember stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Über Verletzte lagen zunächst keine Berichte vor.

In der deutschen Nordsee leben immer weniger Schweinswale

Der Bestand an Schweinswalen in der deutschen Nordsee hat sich von 2006 bis 2019 drastisch reduziert. Das geht aus einer aktuellen Studie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover hervor, die im Fachmagazin „Frontiers in Marine Science“ veröffentlicht wurde. Die Zahl der Tiere sei nach 2002 zwar zunächst angestiegen, insgesamt gesehen sei sie im Zeitraum von 2002 bis 2019 im Durchschnitt pro Jahr jedoch um 1,8 Prozent gesunken. Im Jahr 2019 lebten demnach in der deutschen Nordsee noch rund 23.000 Schweinswale. Der Trend, den man hier sehe, sei besorgniserregend, sagte die Mitautorin der Studie, Anita Gilles.
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