Millionen unverkaufter Kleidungsstücke: Greenpeace warnt vor Vernichtung von Waren

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Kleidung (Symbolbild) - SNA, 1920, 07.01.2021
Die Bekleidungsbranche könnte bald wegen des verlängerten Lockdowns ihre unverkaufte Kleidung vernichten. Greenpeace will auf diese klimaschädliche Ressourcenvernichtung aufmerksam machen, berichtet „Die Welt“ am Donnerstag.
Nachdem die Verbände die Corona-Beschränkungen kritisiert haben, weist die Umweltschutzorganisation ihnen eine Mitverantwortung zu. „Mit ihren grotesk beschleunigten Zyklen hat die Fast-Fashion-Industrie in der Pandemie Millionen unverkaufter T-Shirts, Hosen, Schuhe und anderer Kleidung zu Wegwerfartikeln degradiert“, erklärte Greenpeace-Konsumexpertin Viola Wohlgemuth.
Die Modeindustrie sollte die Corona-Krise dafür nutzen, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, die keine Ressourcen verschwenden würden. Denn auch in Normaljahren bleiben viele Kleidungsstücke unverkauft.
„Wie können in einem Land mit 82 Millionen Menschen in ein paar Wochen 500 Millionen unverkaufte Kleidungsstücke anfallen? Braucht jede und jeder Deutsche sechs weitere Wintermäntel?“, fragt Wohlgemuth.
Wegen des verlängerten Lockdowns wird es nach Schätzungen der Handelsverbände Textil (BTE), Schuhe (BDSE) und Lederwaren (BLE) im stationären Handel bis Ende Januar eine Lawine von einer halben Milliarde unverkaufter Modeartikel geben. Dadurch würden gravierende wirtschaftliche Schäden entstehen, die zu Schließungen von Geschäften und zum Verlust von Arbeitsplätzen führen könnten.
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