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Deutsche Exporteure besorgt über US-Chaos – hegen aber auch Hoffnung

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Versandbehälter (Symbolbild) - SNA, 1920, 07.01.2021
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Der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Anton Börner, hat sich am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters zu den jüngsten Geschehnissen in Washington und den Aussichten für die deutsche Wirtschaft geäußert.
Die USA sind demnach seit Jahren der wichtigste Abnehmer von Waren „Made in Germany“: 2019 wurden Güter im Wert von 118,7 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten ausgeführt.
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Im Zusammenhang mit dem Sturm von Anhängern des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump auf das Kapitol sprach Börner nach Angaben der Agentur von „verstörenden Bildern der letzten Nacht“, die „wehtun“. Gleichzeitig zeigte er sich optimistisch.
„(…) Glücklicherweise ist der Spuk bald vorbei und Licht am Horizont zu sehen.“
Die Demokratie in den USA werde auch das überstehen, so der BGA-Chef laut Reuters. Mit dem anstehenden Amtswechsel im Weißen Haus sei die Hoffnung auf ein wieder verlässlicheres und besseres Miteinander verbunden.
„Wir haben hier volles Vertrauen in die demokratischen Strukturen und Institutionen“, sagte Börner.
Auswärtiges Amt - SNA, 1920, 07.01.2021
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Die Bestätigung von Joe Biden als Wahlsieger durch den US-Kongress, die Trump-Unterstützer am Mittwoch zu verhindern versuchten, ist aus Börners Sicht ein „gutes und wichtiges Zeichen“.
„Mit negativen Auswirkungen auf Investitionsvorhaben rechne ich nicht“, meinte der Verbandspräsident angesichts der Geschehnisse in Washington. „Allerdings wäre ein geordneter Übergang auf die neue Regierung dringend nötig angesichts der weiterhin bestehenden zahlreichen Herausforderungen.“
Die grassierende Pandemie in den USA stelle auch für die Biden-Administration eine schwere Hypothek dar. Nach jüngsten Angaben der US-amerikanischen Johns Hopkins University (JHU) beträgt die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle mehr als 87,3 Millionen weltweit. Die meisten Infektionsfälle – 21 Millionen – wurden in den Vereinigten Staaten registriert. Im Land starben 361.312 Corona-Patienten während der Pandemie.
„Von ihrer Bewältigung wird damit auch eine baldige, wirtschaftliche Erholung unseres so wichtigen transatlantischen Partners abhängen“, sagte Börner.
Auch der Verband der Familienunternehmer setzt laut seinem Chef Reinhold von Eben-Worlée Hoffnungen auf den neuen Präsidenten Biden, meldet Reuters.
„Viele Familienunternehmer hoffen, dass sich die Handelsbeziehungen und das transatlantische Verhältnis wieder verbessern.“
Die USA und auch Europa seien durch die Coronakrise stark getroffen worden, so der Verbandschef. Sie sollten „jetzt – da die Demokraten mindestens zwei Jahre in beiden Kammern die Mehrheit haben – alles daransetzen, ihre Märkte für Handel und Investitionen gegenseitig weiter zu öffnen und die Vorteile eines freien Handels zu nutzen, auch um gemeinsame Werte zu verteidigen.“
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Der US-Kongress bestätigte am Mittwoch die Wahl des Demokraten Joe Biden zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten. Damit ist der Weg zu seiner Amtseinführung am 20. Januar frei.
Die Abstimmung war begleitet von beispiellosen Unruhen. Tausende Unterstützer des scheidenden Präsidenten Trump protestierten gegen die Bestätigung des Wahlsiegs von Biden, durchbrachen scharenweise Polizeiabsperrungen und drangen in den Kongress ein.
Bei den Tumulten kamen vier Menschen ums Leben, darunter eine Frau, die innerhalb des Kongressgebäudes erschossen wurde. Die Nationalgarde wurde eingesetzt. Die Sitzungssäle mussten evakuiert werden.
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Es dauerte Reuters zufolge über drei Stunden, bevor die anfangs überforderte Polizei mit Hilfe von Nationalgardisten und FBI das Gebäude wieder sichern konnte und die Unruhestifter abzogen. 52 Menschen wurden festgenommen.
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