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Berlin nennt Bedingung für Herstellung russischen Impfstoffs in EU

© AP Photo / Pavel GolovkinSputnik V (Archivfoto)
Sputnik V (Archivfoto) - SNA, 1920, 07.01.2021
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Ulrike Demmer, die stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung, hat sich auf einem Briefing am Mittwoch zu der Möglichkeit geäußert, das russische Vakzin gegen das neuartige Coronavirus „Sputnik V“ in Deutschland zu produzieren.
Die Herstellung des russischen Impfstoffs „Sputnik V“ in der EU sei nur möglich, nachdem das Serum von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassen werde, sagte Demmer.
Die Bundeskanzlerin Angela Merkel habe festgestellt, dass eine bilaterale Zusammenarbeit mit dem Ziel der Erweiterung der europäischen Produktionskapazität bei der Herstellung von Impfstoffen möglich sei, fügte die Regierungssprecherin hinzu. Damit beantwortete sie eine Frage zum Inhalt des jüngsten Telefongesprächs zwischen Merkel und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Weitere Informationen zu diesem Thema seien bei der EMA erhältlich, hieß es.
Zuvor gab der Pressedienst des Kremls bekannt, dass Merkel und Putin am 5. Januar die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie besprochen und sich auf die Aussichten für eine gemeinsame Herstellung von Impfstoffen konzentriert hätten. Sie einigten sich darauf, die diesbezüglichen Kontakte zwischen den Gesundheitsministerien und anderen spezialisierten Institutionen der beiden Länder fortzusetzen.
Ende November bestätigte die EMA gegenüber russischen Medien. dass sie mit dem Entwickler des russischen Impfstoffs in Kontakt stehe und weitere Interaktionen bespreche. Zugleich hieß es, dass es schwierig sei, den Zeitpunkt für die Erteilung einer Zulassung für den Impfstoff „Sputnik V“ vorherzusagen.
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Es sei von der russischen Seite noch keine Anfrage zur Entwicklung der wissenschaftlichen Beurteilung für das Vakzin erhalten, hieß es neulich von der EMA. Der Entwickler müsse Vorgespräche führen und eine Marktzulassung beantragen. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) werde dann die bereitgestellten Daten auswerten, um sicherzustellen, dass die Vorteile des Serums die damit verbundenen Risiken überwiegen würden.

„Sputnik V“

Das russische Gesundheitsministerium hatte im August den weltweit ersten Impfstoff zur Prävention der Covid-19-Erkrankung registriert, der vom Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau gemeinsam mit dem Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) entwickelt worden war. Der Impfstoff basiert auf dem humanen Adenovirus und besteht aus zwei Komponenten, die in dreiwöchigem Abstand verabreicht werden.
Die klinischen Tests des Serums gegen Sars-CoV-2 hatten am 7. September in Moskau begonnen. Derzeit erfolgen die klinischen Tests von „Sputnik V“ nicht nur in Russland, sondern auch in Weißrussland, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sowie in Indien und Brasilien. Die Wirksamkeit des Impfstoffs „Sputnik V“ belief sich nach der zweiten Zwischendatenanalyse am 28. Tag nach der Verabreichung der ersten Immunisierung an Freiwillige auf 91,4 Prozent. 42 Tage nach der ersten Dosis des Impfstoffs betrug die Wirksamkeit mehr als 95 Prozent.
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