Maas: Rückschläge für atomare Abrüstung „äußerst gefährlich“

© SNA / Jekaterina TschesnokowaHeiko Maas (Archivfoto)
Heiko Maas (Archivfoto) - SNA, 1920, 06.01.2021
Die Anstrengungen für eine atomwaffenfreie Welt haben in den letzten Jahren schwere Rückschläge erlitten. Laut dem Bundesaußenminister Heiko Maas ist das besorgniserregend, berichtet dpa am Mittwoch.
„Ich halte diesen Trend für äußerst gefährlich“, sagte der Minister vor seinem Abflug nach Jordanien. Am Mittwoch findet dort eine Abrüstungskonferenz unter Teilnahme von 15 Ländern statt.
„Abrüstung und eine nuklearwaffenfreie Welt sind und bleiben für Deutschland Kernanliegen – nicht zuletzt auch deshalb, weil die Sicherheit Europas hiervon abhängt“, erklärte der Politiker.
Maas zufolge muss die entstandene Stagnation überwunden werden; man müsse „wieder in die Spur effektiver nuklearer Rüstungskontrolle und Abrüstung zurückfinden“. Zu diesem Zweck wurde 2019 die sogenannte Stockholm-Initiative gegründet. An dieser Konferenz in Amman werden nur Maas, die Außenminister Jordaniens und Schwedens physisch teilnehmen, Vertreter anderer Länder werden online dabei sein.
Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (Archivfoto) - SNA, 1920, 10.12.2020
„Wer sich ernsthaft mit dem Ausrüstungsprogramm Moskaus befasst hat …“ – AKK wirbt für Aufrüstung
Die Zahl der Atomwaffen weltweit wächst heute wieder. 2019 endete der INF-Vertrag im Mittelstreckenbereich zwischen Moskau und Washington. Der zweite Abrüstungsvertrag zwischen ihnen läuft am 5. Februar aus, eine Verlängerung ist noch nicht auf dem Weg. Dazu kommt die Modernisierung der bestehenden Atomwaffen-Arsenale und die Gefahr, dass neue Atommächte entstehen.
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