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IOC hält an Tokio 2021 fest – Trotz Corona-Ausnahmezustand

© REUTERS / DENIS BALIBOUSEDie olympischen Ringe
Die olympischen Ringe  - SNA, 1920, 06.01.2021
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In Tokio ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen erstmalig über die Marke von 1500 gestiegen, für den Großraum Tokio soll ab Donnerstag ein einmonatiger Corona-Ausnahmezustand verhängt werden. Dennoch wollen Japans Regierung und das Internationale Olympische Komitee an den Plänen für die Olympischen Sommerspiele festhalten. Wie soll es gehen?
Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga bekräftigte, es werde „sichere und geschützte“ Spiele geben. Auch IOC-Präsident Thomas Bach versicherte in seiner Neujahrsansprache, Tokio sei die „am besten vorbereitete olympische Stadt aller Zeiten“ und man werde „unvergessliche Spiele erleben“.
Wie das funktionieren soll, bleibt fraglich. Die umfangreichen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen, die das Event retten sollen, sind vor allem eines: kostspielig. Dafür musste Gastgeber Japan den ursprünglich geplanten Etat mehr als verdoppeln. Dieser beträgt nun satte 12,6 Milliarden Euro.

Schwindende Zustimmung im In- und Ausland

Auch die Zustimmung für die Olympischen Spiele ist im In- und Ausland weggebrochen. Mitte Dezember sprach sich die Mehrheit der Japaner dafür aus, die Spiele ausfallen zu lassen. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov lehnten auch 60 Prozent der Bundesbürger Olympia 2021 unter Corona-Bedingungen ab.
Olympische Sommerspiele 2020, Tokio (Symbolbild) - SNA, 1920, 17.12.2020
Sportler für Olympia in Tokio bevorzugt impfen oder die Spiele ausfallen lassen?
Im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen von Tokio ist erneut die Frage nach der Priorisierung der Sportler bei den Impfungen aufgeworfen worden. So sprach sich Richard Pound, das dienstälteste IOC-Mitglied im Interview mit dem Nachrichtenkanal Sky News dafür aus, dass die Athleten bevorzugt geimpft werden sollten. Die Impfung sei der realistischste Weg, die Spiele zu retten, und er glaube nicht, dass es angesichts der verhältnismäßig wenigen für die Sportler benötigten Impfdosen einen öffentlichen Aufschrei wegen der Vorzugsbehandlung geben werde, so der 78-jährige Kanadier.
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte sich zuletzt gegen die Priorisierung der Athleten ausgesprochen und auch die Mehrheit der Bundesbürger lehnt diese laut einer repräsentativen Umfrage ab.
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