- SNA, 1920
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Ein Fünftel von Österreichs Bevölkerung im Ausland geboren – Studie

Wien (Archiv) - SNA, 1920, 05.01.2021
Der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) hat auf seiner offiziellen Webseite aktuelle Zahlen und Informationen zu Herkunft und Migrationsbewegungen sowie zu den Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung und Sprache in allen neun Bundesländern Österreichs bereitgestellt.
In einer Informationsbroschüre zieht die Institution einen direkten Vergleich mit dem Jahr 2015. Damals erreichte die Zahl der Zuzüge aus dem Ausland in Österreich ihren Höchstwert. Einer der Faktoren hierfür war die Flüchtlingskrise. Seit dem Jahr sank die Zahl der jährlich registrierten Zuzüge kontinuierlich.
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Nach Angaben des Fonds lebten am 1. Januar 2020 etwa 1,765 Millionen Menschen mit ausländischem Geburtsort in Österreich, was rund jeder fünften Person der Gesamtbevölkerung (19,8 Prozent) entspricht. Die am stärksten vertretenen Geburtsländer sind Deutschland, Bosnien-Herzegowina sowie die Türkei.
In einigen Bundesländern gibt es Abweichungen vom österreichweiten Trend. So stellen etwa in Niederösterreich Rumänen die größte Gruppe von Personen mit ausländischem Geburtsort stellen dar. In Wien liegt Serbien vor der Türkei und Deutschland. Im Burgenland sind Ungarn die größte Zuwanderergruppe.
Der Anteil der Bevölkerung mit ausländischem Geburtsort war in Wien – gemessen an der Gesamtbevölkerung eines Bundeslandes – mit 36,7 Prozent am höchsten und im Burgenland mit 11,6 Prozent am niedrigsten.
Den stärksten Anstieg von im Ausland geborenen Personen seit dem 01. Januar 2015 verzeichnete laut dem Fonds die Steiermark mit 22,4 Prozent, gefolgt von Oberösterreich und Tirol (21 beziehungsweise 19,6 Prozent). In allen drei Bundesländern waren Bosnien-Herzegowina und Deutschland in den Top Drei der am stärksten vertretenen Herkunftsländer. Der geringste Anstieg von im Ausland geborenen Personen wurde in demselben Zeitraum im Bundesland Kärnten festgestellt (17,1 Prozent).
Im Schuljahr 2018/19 hatten 26,5 Prozent der insgesamt 1,135 Millionen Schüler in Österreich eine andere Umgangssprache als Deutsch, hieß es. Dieser Anteil ist im Verhältnis zum Schuljahr 2015/16 um 2,7 Prozent angestiegen.
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In Wien hatten in demselben Schuljahr mehr als die Hälfte (52,5 Prozent) der Schüler eine andere Umgangssprache als Deutsch. Das ist dem Berichte zufolge im Bundesländervergleich der mit Abstand höchste Wert.
Obwohl das Arbeitskräfteangebot im Jahr 2019 zugenommen hatte, sank die Arbeitslosenquote bei In- und Ausländern in allen Bundesländern. Ausländische Arbeitskräfte sind aber stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Inländer, schreibt der Fonds. In Wien überstieg die Arbeitslosenquote von Inländern (9,6 Prozent) als auch von Ausländern (16,8 Prozent) den österreichweiten Durchschnittswert (7,4 Prozent).
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