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Neue IMK-Studie: Deutsche Wirtschaft erholt sich nur langsam von Corona-Krise – Investitionen nötig

Euro-Scheine - SNA, 1920, 05.01.2021
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Selbst bei einer Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar rechnen Experten vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) noch mit einem Wirtschaftswachstum von bis zu 4,9 Prozent. Um den Einbruch im Corona-Jahr auszugleichen, reiche dies aber nicht. Es gelte an Zukunftsinvestitionen statt forcierter Kredittilgung zu arbeiten.
Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr unter dem Vorkrisenniveau von 2019 bleiben, so die Wissenschaftler des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung bei der Präsentation ihres wirtschaftspolitischen Ausblicks 2021 am Dienstag.

Mehr Investieren statt Kredite tilgen: Aktivere Wirtschaftspolitik statt Schuldenbremse

Die Ökonomen des IMK warnen davor, in absehbarer Zeit zu kräftig auf die Schuldenbremse zu treten, um die in der Pandemie in die Höhe geschossene Staatsverschuldung abzubauen. Stattdessen solle – neben den Impfungen – eine aktive Wirtschaftspolitik betrieben werden. Die Politik sollten die enormen Investitionen von rund 450 Milliarden Euro bis 2030 für die anstehende Dekarbonisierung und Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft zügig und konsequent angehen. So könnten notwendige längerfristige Modernisierung und kurzfristige konjunkturelle Belebung Hand in Hand gehen:
„Die zur Bekämpfung der Corona-Krise aufgenommene höhere Staatsverschuldung ist kein Hindernis für verstärkte Zukunftsinvestitionen, diese sollten vielmehr absolute Priorität haben gegenüber einer forcierten Rückzahlung der Kredite“.
Der in der Schuldenbremse vorgesehene Tilgungszeitplan sei zu eng und sollte zumindest stark gestreckt werden. Wenn das geschehe, so das IMK, stünden die Chancen gut, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren aus der höheren Verschuldung herauswachse – so wie nach der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Das IMK empfiehlt zudem, vorläufig die Option offenzuhalten, die Notfall-Ausnahmen von der Schuldenbremse auch 2022 noch zu nutzen.
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