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Brasilien: 33 Meter Vulva erzürnt Bolsonaro

© AP Photo / Eraldo PeresBrasiliens Präsident Jair Bolsonaro
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro - SNA, 1920, 05.01.2021
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Mit einer riesigen Vulva will die brasilianische Künstlerin Juliana Notari die männerdominierte Gesellschaft infrage stellen. Das 33 Meter lange Kunstwerk „Diva“ löst in Brasilien konservativen Protest aus. Ein Vertrauter des Präsidenten Jair Bolsonaro verlangt einen Riesenpenis als Antwort.
„Diva“ heißt die 33 Meter lange Skulptur aus Beton und Harz, welche die Brasilianerin Juliana Notari in einem Open-Air Museum im brasilianischen Bundestaat Pernambuco aufgestellt hat.
Wie der britische Guardian zuerst berichtete, sagte die Künstlerin bei der Installation, sie zeige eine Vulva und eine Wunde. Damit wolle sie die Beziehung zwischen Natur und Kultur in einer „phallozentrischen und anthropozentrischen Gesellschaft“ infrage stellen.

Em meio a tantas rochas no meio do caminho desse ano distópico, finalmente termino o ano com a obra Diva pronta!! Foi um...

Gepostet von Juliana Notari am Mittwoch, 30. Dezember 2020
Nicht nur in den sozialen Medien wird das Kunstwerk heiß diskutiert – über 25.000 Menschen hinterließen unter dem Beitrag ihre Kommentare auf Facebook –, auch Anhänger des rechtspopulistischen Präsidenten Jair Messias Bolsonaro fühlen sich persönlich angegriffen. Olavo de Carvalho, ein Vordenker des Präsidenten, kritisierte obszön das Werk auf Twitter und forderte eine riesige Penis-Skulptur als Antwort.
Landsmann Kleber Mendonça Filho, international bekannter Filmregisseur, lobte hingegen Notari dafür, mit ihrem Kunstwerk den Zeitgeist getroffen zu haben: „Die Reaktionen auf Ihre Arbeit sind ein Spiegel [der Gesellschaft], ein Erfolg“, twitterte er.
Bolsonaro äußert sich wiederholt kritisch gegen Kunst, die er als linksextrem betrachtet. 2019 wurde sein Kulturstaatssekretär entlassen. Er hatte ein Video veröffentlicht, in dem er offenbar eine Rede des NS-Propagandachefs Joseph Goebbels nachgeahmt hatte.
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