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Afrikanischer Virus-Stamm stellt Wirkung der Corona-Impfstoffe in Frage

© AP Photo / Denis FarrellFußgänger mit Schutzmasken in der südafrikanischen Stadt Johannesburg
Fußgänger mit Schutzmasken in der südafrikanischen Stadt Johannesburg - SNA, 1920, 05.01.2021
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Ein Coronavirus-Stamm aus Südafrika weist deutlich mehr Mutationen am Spike-Protein auf. Diese Struktur ist der Angriffspunkt der gängigen Impfstoffe, stärkere Mutationen könnten die Impfstoffe deshalb wirkungslos machen oder deutlich in der Wirkung schwächen. Britische Forscher sind besorgt.
Ein neuer Stamm des Sars-Coronavirus-2 aus Südafrika könnte zum Problem bei den gegenwärtigen Impfungen werden, denn es ist möglich, dass die Impfstoffe gegen ihn nicht oder weniger schützen. Diese Sorge haben britische Forscher am Montag geäußert. Der Stamm ist genauso wie ein jüngst entdeckte britische Mutant ansteckender und breitet sich darum international schnell aus.
Ihre Sorge begründen die Forscher damit, dass beim Coronavirus aus Südafrika mehrere Mutationen im Spike-Protein vorkommen. Das ist nicht nur die Struktur auf der Oberfläche des Virus, mit dem es an Zellen bindet und in sie eindringt, sondern auch der Virusbestandteil, der in den gängigen Impfstoffen zum Einsatz kommt. Wenn das Spike-Protein einer Mutante stark genug von der ursprünglichen Form abweicht, könnte das auf Sars-CoV-2 vorbereitete Immunsystem den Stamm also nicht mehr erkennen.
Peter Kremsner, Leiter der Studie zum mRNA-Impfstoff von Curevac an der Universtität Tübingen - SNA, 1920, 19.12.2020
„Es wird Todesfälle geben und man wird sie untersuchen müssen“ – Curevac-Studienleiter
Das sind alles theoretische Überlegungen anhand der Struktur des Virus. Forscher von Biontech und der Universität Oxford sammeln derzeit aber auch empirische Daten mit Blick auf die neuen Stämme und wollen diese in etwa sechs Wochen vorstellen. Die englische Gesundheitsbehörde betont, dass es derzeit keine Daten gibt, die eine Unwirksamkeit der Impfstoffe gegen den Stamm nahelegen.
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