Weißes Haus kündigt Trumps „Siegesrede“ in Georgia an

© REUTERS / LEAH MILLISUS-Präsident Donald Trump
US-Präsident Donald Trump  - SNA, 1920, 04.01.2021
US-Präsident Donald Trump wird am Montag im US-Bundesstaat Georgia, wo sein Rivale Joe Biden die Präsidentschaftswahl gewonnen hat, eine „Siegesrede“ halten. Dies geht aus einer Erklärug des Weißen Hauses hervor.
„Präsident Trump wird vom frühen Morgen bis spät in die Nacht arbeiten, er wird viele Anrufe machen und viele Treffen abhalten. Der Präsident wird das Weiße Haus um 18.10 Uhr (Ortszeit – Anm.d.Red.) verlassen, um eine Siegeskundgebung in Dalton, Georgia, abzuhalten“, heißt es in Trumps Tagesplan, der vom Weißen Haus veröffentlicht wurde.
Der formelle Grund für Trumps Reise in den Staat ist die Unterstützung der republikanischen Kandidaten in der zweiten Runde der Senatswahlen, die für den 5. Januar geplant sind.
Die Reise wird vor dem Hintergrund eines brisanten Telefonats von Trump mit dem Staatssekretär und Wahlleiter von Georgia, Brad Raffensperger, stattfinden. Die Zeitung „Washington Post“ hatte zuvor am Montag die „vertrauliche Diskussion“ zwischen den beiden veröffentlicht. Dem Bericht zufolge bedrohte Trump Raffensperger am Telefon und forderte ihn auf, das Ergebnis der US-Wahl in Georgia zu ändern.
US-Präsident Donald Trump  - SNA, 1920, 04.01.2021
„Ich will nur 11.780 Stimmen finden“: Trump fordert offenbar Änderung des Wahlergebnisses in Georgia
Bei der Präsidentschaftswahl hatte Trump in Georgia verloren. Der Demokrat Joe Biden lag dort mit etwa 12.000 Stimmen mehr vorne. Die Wahlergebnisse wurden in diesem Bundestaat zweimal nachgezählt. Dennoch wurden dort trotz Trumps Behauptungen keinerlei Hinweise auf Wahlbetrug gefunden.

Wahlmänner bestätigen Bidens Sieg bei US-Präsidentschaftswahl

Am 15. Dezember war der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden bei einer Abstimmung des US-Wahlmännerkollegiums als Sieger der Wahl bestätigt worden. Der Demokrat erreichte mit 306 Stimmen die Mehrheit der 538 Wahlleute.
Trump hat die Wahl verloren, weigert sich aber weiterhin, Bidens Sieg anzuerkennen. Trumps Team hatte zuvor Einspruch gegen die Wahlergebnisse in mehreren US-Staaten eingelegt, Gerichte hatten die Klagen jedoch abgewiesen, darunter auch der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten.
Die Amtseinführung des neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten soll am 20. Januar stattfinden.
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